Nicht weiter vor der israelischen Regierung kratzbuckeln

Werner Menner: „Israel vor der Parlamentswahl: Radikale dominieren das Heilige Land“; Politik 12./13. Januar

Am Ende Ihres oben genannten Berichtes schreiben Sie: „Es deutet viel darauf hin, dass der Unfrieden zwischen Israelis und Palästinensern mit dieser Parlamentswahl langfristig zementiert wird.“ Und dann sieht man das Foto vom Siedlungsbau – diese Häuser breiten sich wie ein malignes Geschwür über ein Land, das den Palästinensern täglich ein Stück ihres Lebensrechts wegnimmt. Versuchen Sie nur für einen Moment, sich vorzustellen, Sie, liebe Leser, wären ein Palästinenser und wären ohnmächtig dieser Häuserkrake gegenüber. Es hat sich offenbar seit Nebukadnezars Zeiten nichts geändert, Macht und Gier sind es, die ein friedvolles Miteinander unmöglich machen. Wir behaupten, ein christliches Land zu sein, wo das Recht auf Leben, Nahrung und Unversehrtheit zu den Grundwerten unserer Zivilisation gehören. Wenn wir schon dieses Unrecht nicht verhindern können, so sollte unsere Regierung nicht vor der israelischen Regierung kratzbuckeln. Anderen Ländern gegenüber, in denen Unrecht existiert, wird durch Blockaden oder andere „Einsätze“ klargemacht, dass man Gewalt und Unrecht in jeder Form verurteilt. Europa hat den Friedens-Nobel-Preis bekommen, ich frage mich täglich: wofür ? Marlis Thumm
München

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wer hat die Wahl gewonnen?
Wer hat die Wahl gewonnen?
Wer soll Merkel ablösen?
Wer soll Merkel ablösen?

Kommentare