Ostbahnhof für alle S-Bahnen gesperrt: Das müssen Sie jetzt wissen

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Die Diskussion über eine Grenze ist Unsinn und löst keine Probleme

Dirk Ippen: Die Flüchtlingsobergrenze – eine Scheindiskussion; Kolumne Politik 7./ 8. Oktober

Sie schließen Ihre Samstagskolumne mit der Feststellung, dass „unser Land der alternden Bevölkerung dringend Einwanderer braucht“. Noch am 4. Oktober frohlockte der Münchner Merkur mit der Schlagzeile „Trendwende bei Geburtenrate“ und überraschte seine Leser mit der Prognose des Instituts der Deutschen Wirtschaft, dass die deutsche Bevölkerung bis 2035 um eine Million auf mehr als 83 Millionen Menschen wächst. Wem soll man denn glauben? Ich persönlich würde einen Bevölkerungsschwund nicht als Katastrophe betrachten. Deutschland gilt als eines der dicht besiedeltsten Länder der westlichen Welt. Ein Rückgang der Einwohnerzahlen würde vielleicht den Ballungsgebieten etwas Entlastung bringen. Ich bin überzeugt, dass es für die Zukunftsgestaltung unseres Landes und seiner Bevölkerung besser wäre, wenn nicht immer nur, dass Wirtschaftswachstum und damit die angeblich notwendige Einwanderung als das allein seligmachende gepriesen würden. 

Peter Schirmer Schongau

Vielen Dank für ihren Kommentar, er ist das Klügste und Vernünftigste, das ich seit langer Zeit gehört und gelesen habe. Differenzierung ist notwendig und dazu sollten doch auch die Politiker in der Lage sein und dies auch nach außen kommunizieren! Aber ich höre immer nur: Obergrenze! Obergrenze! Obergrenze! Viele Menschen wollen nicht differenzieren, einige können es auch nicht. Aber denen sollten wir nicht hinterher laufen! Differenzierung ist in unserer komplexen Welt auch in vielen anderen Bereichen notwendig, zum Beispiel Diesel-, Benzin-, Elektromotor. Aber auch hier schwingt jede Seite nur die Keule. 

Dr. Heinz Huber Erding

Vielen Dank für Ihre ausgewogene Kolumne, die es schafft, in wenigen Worten Vernunft und Barmherzigkeit zu vereinen. 

Heike Arneth München 

Das Wort „Obergrenze“ kann ich nicht mehr hören. Was solle mit den Menschen geschehen, die nach Erreichen eines Limits nach Deutschland wollten? Werden sie mit Planierraupen zurückgeschoben, erschossen oder sonst wie entsorgt! Die Diskussion über eine Grenze ist Unsinn und sie löst keine Probleme. Die Ursachen für Menschen, die nach Europa und Deutschland wollen, sind differenziert zu betrachten. Leute, die ihre Heimat verlassen, weil sie um Ihr Leben fürchten, sollten anders behandelt werden als Wirtschafts-Flüchtlinge. Es wäre günstiger die Ursachen die Menschen zur Flucht veranlassen zu beseitigen. Es ist natürlich schwierig die militärischen Aktionen in Afghanistan, Syrien usw. zu beenden oder wenigsten zu reduzieren. Aber mehr Engagement wäre sicherlich möglich. Sofern in diesen Regionen kein flächendeckender Frieden erreichbar ist, so wird es doch Gebiete geben in denen eine relative Sicherheit mit Unterstützung von Uno, Nato oder Garantiemächten gewährleistet werden kann. In diesen Bezirken könnten Auffanglager eingerichtet und auf Kosten der Industrieländer betrieben werden. Die Schutzbedürftigen wären in ihrer Heimat, kennen die Gebräuche und Sprache und könnten eingebunden werden, um Ordnung in ihrem Land herzustellen. Sicherlich keine einfache Lösung. Das würde erstens Wirtschaftsflüchtlinge abhalten, zweitens in Krisenregionen Kaufkraft bringen, drittens die lebensgefährlichen Fluchtwege reduzieren und viertens die einheimische Verwaltung mit den Problemen konfrontieren. Wirtschaftsflüchtlinge, die derzeit überwiegend aus afrikanischen Ländern kommen, sollten mit Informationen über ihre Chancen abgehalten werden loszuziehen. Eine Investition der Industrieländer in Bildung und arbeitsschaffenden Objekten wäre zu dem eine lohnende Sache. Jeder Mensch der nicht zu uns kommt ist ein Gewinn – wer aber nicht anders sein Leben retten kann, sollte willkommen sein und menschenwürdig aufgenommen werden, solange bis er wieder in seine Heimat kann. Ich sehe es nicht für angebracht an, die Menschen dauerhaft hierzubehalten und ihre Heimatländer von Teilen ihrer arbeitsfähigen, meist jungen Bevölkerung zu trennen. Sicherlich sollte es in Ausnahmefällen möglich sein, hier zu bleiben, aber nicht die Regel. Als unmenschlich und entwürdigend sehe ich die Verweigerung von Arbeit für Asylanten in Deutschland. Was muss in Menschen vorgehen, wenn sie morgens aufstehen und nicht wissen wie Behörden über ihr Schicksal entscheiden, was ihre Zukunft bringt und wie sie die Zeit totschlagen sollen in Ihren trostlosen Massenunterkünften. Ich wundere mich, dass eigentlich nicht mehr passiert. Arbeitende, zu ihrem Unterhalt beitragende Flüchtlinge, würden außerdem vielen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen und die Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern. 

Waldemar H. Einmeier München

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