Wie kleine Kinder

„Kraft stellt sich hinter Dreyer“; Politik 25. Januar Mike Schier: „Fatales Signal“; Kommentar 21. Januar

Erst treiben sie die Menschen mit ihrer unerträglichen Nullnummernpolitik in die Reihen der AfD und dann stellen sie sich die Ecke und schmollen wie die kleinen Kinder. Kann man sich von solchen Politikern noch vertreten lassen? Ich habe da meine Zweifel! Mir macht es zudem Angst, dass ein TV-Sender klein beigibt.

 Lothar Schulz Wörthsee

Wovor haben denn Frau Kraft und Frau Dreyer bei einem öffentlichen Schlagabtausch Angst? Wenn sie Glück haben, stellt sich sogar Beatrix von Storch zur Verfügung. Sie hat ja bereits bei Anne Will bewiesen, mit welchen Äußerungen dann zu rechnen ist. Da sollten doch unsere etablierten Politikerinnen weit drüber stehen. Denn in genau solchen Debatten lernt die Bevölkerung doch die Haltung und das geistige Potenzial dieser Partei besser kennen. Und nur wenn man die Gegenseite besser kennt, ist es auch für nicht so Politik interessierte Bürger vielleicht möglich sich eine eigene Meinung zu bilden. Also: nur Mut meine Damen!

 Christiane Wittig Karlsfeld

Es scheint, dass wir im Zeitalter der Alternativlosigkeit leben, denn nur so kann ich es mir erklären, wenn ich mit einem gewissen Schmunzeln lesen muss: Man habe mit zusammengebissenen Zähnen zur Kenntnis genommen, das die Spitzenkandidaten der Regierungspartei SPD und Grüne dann in beiden Südwest-Ländern abgesagt hätten, wenn die AfD teilnehme. Und: Der Sender habe deshalb keine Alternative gehabt. Zitat Ende. Laut Lexikon heißt es: Alternative bedeutet die Möglichkeit zur Entscheidung zwischen zwei Optionen oder Dingen. Für mich wäre die Alternative gewesen, sich nicht erpressen zu lassen und ohne die Regierungsparteien das Fernsehduell zu veranstalten. Klar, die Karriere des Herrn Peter Boudgoust hätte einen nicht unerheblichen Knick erfahren, aber eines sei ihm zum Trost gereicht, verhungern hätte er deswegen nicht müssen. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass bei seinem Rauswurf vom Posten als Intendant des SWR es spontan zu einem Spendenaufruf gekommen wäre, der ihn finanziell unterstützt und ihm dafür dankbar ist, dass er gemäß den Statuten eines öffentlich rechtlichen Senders gehandelt habe.

Bernhard Mühlberg Eching

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