Gauland-Äußerung

Ministerin Özoguz verdient Kritik

Leserbrief zu Gauland: Özoguz in Anatolien „entsorgen“; Politik 29. August

Viel Lärm um (fast) Nichts

Herr Gauland hätte mit seiner (völlig überflüssigen) Aussage zu Frau Özoguz (eigentlich) eine ganz andere Protest- Lawine auslösen müssen. Was mir bis dato nicht bekannt war: Frau Özoguz spricht uns Deutschen, eine zumindest bis 1933 weltweit anerkannt, herausragende Kultur- Eigenschaft ab, nämlich das Volk der Dichter & Denker zu sein und das erklärt ausgerechnet eine Integrationsministerin. Wozu brauchen wir eine (gut bezahlte) Ministerin, wenn wir außer unserer Sprache gar keine Kultur haben? Sollen Flüchtlinge etwa nur in unser Sozialsystem integriert werden? Hier beleidigt eine türkisch- stämmige Deutsche ein ganzes Volk, indem sie ihm, also uns lediglich eine Sprachkultur zubilligt. Kein Protest der sonst so diskussionsfreudigen sogen, Experten aus Wissenschaft, Politik, Religion, usw. Keine Beleidigungsklage des ehemaligen Bundesrichters Thomas Fischer. Wir Deutschen Steuerzahler dürfen Europa finanzieren (und somit zusammenhalten), müssen Herr Draghi ertragen und gewährend lassen und haben sonst aber gefälligst das Maul zuhalten.“ Auch auf die Gefahr, ich sei ein modern ausgedrückt „rassistischer Publizist, beneide ich ein Volk wie die Franzosen. Deren ehemaliger Präsident Hollande hat auf der Klimakonferenz 2017 vor Vertretern von über 100 Nationen seine große Rede ungestraft mit den Worten beendet: „Vive la France“. Welches Echo würde bei uns und in der Welt wohl ein Schlußwort von Frau Merkel hervorrufen, wenn sie frei nach Mr. Trump erklären würde: „Deutschland zuerst“!!

Gotthard Schubert

München

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