Schlechte Note für Europa

Johannes Müller-Meiningen: Therapiefahrt zum Papst; Kommentar 7./8. Mai

Es ist eine Schande, dass in diesem Land sich keiner mehr traut, die echte Meinung zu sagen. Da muss man erst auf die Rede von Papst Franziskus am 6. Mai 2016 warten, der ganz Europa eine sehr schlechte Note ins Zeugnis geschrieben hat. Obwohl ja Europa den Friedens-Nobelpreis erhalten hat. Frau Merkel und Andere in unserem Land, die was in der Politik zu sagen haben, haben nicht mal die Traute und sind auch nicht in der Lage, gegen den derzeitigen desolaten Zustand in der Politik um uns herum etwas konstruktiv Kritisches von sich zu geben (was sehr an die 20er/30er Jahre erinnert). Es herrscht totale Schockstarre. Solidarität und Rücksicht auf die nachfolgenden, jungen Generationen, wie sie der Papst einfordert, kennen diese Volksvertreter nicht: Das Duell der Giganten in den USA. In dem ein Wolf im Schafspelz (Donald Trump) rechtsextremes Gedankengut von sich gibt. Es ist keiner der politischen Szene auf dem europäischen Kontinent in der Lage, diesem Diktator seine Grenzen aufzuzeigen. Dass ein Ministerpräsident (Ahmet Davutoglu) in die Wüste geschickt wird, damit ein Diktator Recep Tayyip Erdogan seine Spielchen der Macht mit uns treibt. Und auch noch den armenischen Holocaust leugnet und die Kurden vernichten will. Dass weiterhin Syriens Präsident Baschar al-Assad seine Brutalität (ähnlich Hitler) weiterhin kriegerisch für sein Land ausübt und damit schon Hunderttausende seiner Bürger gelyncht hat. Alle anderen fragen sich (wie auch unsere Politiker), woher kommt denn eigentlich die IS-Rebellion. Dass ein auslaufender Präsident der USA (Barak Obama), der fast nichts aber auch gar nichts erreicht hat außer einem Friedensnobelpreis, dass der noch ein für uns alle europäischen Bürger nachteiliges TTIP-Handelsabkommen durchsetzen will. Weil wir ja alles machen, was Amerika von uns einfordert. Dass eine regierende Clique von politischen Lobbykraten einer hochprofitablen Automobilindustrie (ähnlich der Energieversorgermonopole) auch noch für die elektrischen und hybriden Autos das Geld hinterherwirft. Das bedeutet, dass keiner dieser verantwortlichen Protagonisten etwas dazugelernt hat. Und so weiter – zum Beispiel: dritte Startbahn München, BER Berlin, S21, Energie-Speicher und Glasfaser-Netze usw. Umweltschutz und Erderwärmung gibt es in diesem Gedankengut gar nicht mehr. Ich frage mich nur, wie die Zukunft in diesen Köpfen ausschaut?

Prof. Günther H. Schust München

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