Bestandteil unserer Geschichte

Patrick Wehner: „Generalfeldmarschall ade“; Bayern 31. Dezember/1. Januar

Warum der ehemalige deutsche Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg auch heute noch hin und wieder für Ärger sorgen mag, erschließt sich mir nicht. Der nun in Garmisch-Partenkirchen so umstrittene General und Politiker aus dem 19. und ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ist längst ein fester Bestandteil unserer deutschen Geschichte und sorgt wohl eher nicht für Ärger. Es sind vielmehr die neueren Geschichtsschreiber nach dem Zusammenbruch 1945, von denen offenbar viele meinen, die deutsche Geschichte habe im Grunde genommen erst 1945 begonnen. Alles davor war schlecht und sollte möglichst bald vergessen werden. Dieser Mann starb am 2. August 1934, Hitler war erst im Januar 1933 zum Reichskanzler berufen worden. Wer sich heute meint, er könne die damaligen Umstände in einer politisch sehr wirren Zeit in den heutigen Zeitgeist hinein verkitten, der tut sich damit zu einfach. Ich glaube nicht daran, dass Hindenburg nur im Geringsten erahnen konnte, welche dramatischen Folgen seine nicht ganz freiwillige Berufung Hitlers zum Reichskanzler für unser Land und seine Menschen, ja für unendlich viele Millionen Menschen auf dieser Welt haben würde.

Reinhard Krohn München

Ich beantrage schon jetzt im Vorgriff auf weitere Entscheidungen zur Umbenennung von Straßen, Plätzen und Stadtteilen, die Max-Vorstadt in München umzubenennen. Diese Umbenennung ist aus folgenden Gründen unabdingbar notwendig: Der König Maximilian-Josef (1756–1825) war ein König von Napoleons Gnaden. Er hat dem Franzosenkaiser 1812 zirka 40 000 bayerisch-deutsche Soldaten für seinen verbrecherischen Krieg gegen das Zarenreich zur Verfügung gestellt, von denen zirka 30 000 fielen. Er hat die Pfalz – deutsche Lande – an das napoleonische Kaiserreich abgetreten und die dort ansässige deutsche Bevölkerung an den Franzosenkaiser verkauft. Diese Schandtaten und Verbrechen verbieten es, dass die Max-Vorstadt weiterhin so genannt wird. Als neuen Namen schlage ich „Blücher-Vorstadt“ vor, nach dem in den napoleonischen Kriegen erfolgreichen und für Bayern äußerst wichtigen Generalfeldmarschalls Gerhard Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstatt. Dass Bayern die Pfalz 1814 wieder zurückerhalten hat, verdanken die Bayern unter anderem den preußischen Truppen unter seiner Führung. Ob diese Umbenennung nach der Satzung der Stadt München möglich ist, mögen die Sachverständigen prüfen. Blüchers Verdienste um Bayern sind unbestritten im Gegensatz zu den Leistungen von Maximilian Josef.

Reinfried Brunsch Freising

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