Wir meckern zu viel

Mike Schier: Land der Extreme; Kommentar 13. Februar

Ihr Kommentar im Merkur spricht mir aus dem Herzen und aus dem Kopf (Verstand). Auch der letzte Absatz: „...welcher vernünftige Mensch sich diese Maschinerie noch antut“. Wir meckern zu viel! Statt auch mal logisch nachzudenken. Danke für diesen Kommentar, ich hoffe, dass ihn mehrere lesen. 

Ilona Fink Grafing

Ich bin Mike Schier sehr dankbar, dass er ein paar Worte zur unerträglichen Hetzjagd auf Politiker verliert, welche zuerst als Helden gefeiert werden, sobald diese sich aber als irdische Wesen mit Fehlern zeigen, kein gutes Haar mehr an ihnen gelassen wird. Diese vielen Leserbriefe voll Hohn und Spott machen mich fassungslos. Wie sollen sich junge Menschen für den Beruf eines Politikers entscheiden können, wenn sie sehen, dass diese selbst nach durchverhandelten Nächten in der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen müssen und sich kein falsches Wort erlauben dürfen. Wie sehr stimme ich Schiers Satz zu, den er auch an die Medien richtet, dass die Aufgeregtheiten dieser Tage in seltsamem Widerspruch zur geräuschlosen Arbeit stehen, welche die amtierende Regierung leistet. Ich gehe bei jedem Politiker, egal welcher Partei, erst einmal davon aus, dass er das Beste für Deutschland möchte. Macht er Fehler und wird unglaubwürdig, wird er bei der nächsten Wahl abgestraft. Warum dann dieses Ausschütten von Wut und Hass in den Leserbriefen? Der Beruf eines Politikers (ich kenne das aus meiner Familie) ist schwer genug und sie sind auch nur Menschen wie du und ich. 

Elisabeth de Coulon Schwabsoien 

Mit Ihrem Kommentar haben Sie Wahrheiten ausgesprochen, die wohl nur wenige aussprechen würden, aber sicher viele ebenso empfinden. Danke, das musste mal gesagt werden, auch wenn die Politiker das wissen sollten, denn wer Macht ausüben möchte, muss auch übermäßige Reaktionen einplanen.

 Frank Lesser München

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