Dank an die Polizisten

„120 Polizisten bei Krawallen verletzt“; Politik 23. Dezember

Der Gewaltausbruch linksextremer Krimineller in Hamburg ist erschreckend genug. Noch erschreckender ist allerdings die Berichterstattung in den bundesdeutschen Medien. Jeder, der die Rote Flora in Hamburg kennt, deren geplante Schließung den Auslöser für die Krawalle geliefert hatte, kann sich vor Verwunderung nur die Augen reiben. Die Rote Fora hat mit einem - so übereinstimmend in allen Medien genannten - Kulturzentrum ungefähr genauso viel zu tun, wie das Gekreische ahnungslos Pubertierender mit dem Lebenswerk Goethes. Tatsächlich handelt es sich um ein vermülltes Anwesen, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, das seit vielen Jahres von Linksextremen mietfrei besetzt gehalten und von ihnen als rechtsfreier Raum in Anspruch genommen wird. Anstatt Kulturzentrum wäre rechtswidriger Schandfleck die richtige Bezeichnung gewesen. Im Gegensatz zu den sich ahnungslos gebenden Medien war der Polizei bundesweit bekannt, dass Linksextreme über die bundesdeutschen Grenzen hinweg zu diesem Krawall in Hamburg aufgerufen hatten. So wurden dankenswerter Weise Verstärkungen nach Hamburg geschickt. Dort sahen sie sich mit einem Krawallzug vermummter linksextremer Gewalttäter konfrontiert, die alles, nur keinen friedlichen Demonstrationszug im Sinn hatten. Und was ist das Ergebnis? Auf der einen Seite die Diskussion darüber, ob die Polizei nicht nachsichtiger hätte reagieren können, und auf der anderen Seite 120 verletzte Polizisten, davon 59 Beamte aus Bayern. Wenn schon Politik und Medien nicht wissen, was ihre Pflicht ist, dann sollen die Polizeikräfte wenigstens in Leserbriefen den Dank bekommen, den sie verdienen. Dafür dass sie für Ordnung im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens sorgen und dafür, dass sie wie jetzt in Hamburg auch zum Einsatz ihrer Gesundheit bereit sind.

Germut Bielitz Grainau

Auch interessant

Kommentare