Geld ist genug da

Mike Schier: „CSU mischt sich in Rentenstreit der CDU ein“; Politik 30. November

Man liest täglich, dass in Deutschland gerade unter den Frauen, die Kinder geboren haben, es eine Altersarmut gibt. Frau von der Leyen (CDU) sagt: Privat vorsorgen, Riesterrente ansparen usw. Das alles nützt aber den heutigen Rentnerinnen nichts mehr. Wenn in der Regel die Frauen halb so viel Rente beziehen wie Männer, liegt es wohl daran, dass sie durch die Kindererziehungsjahre in die Rentenkasse nichts einbezahlt haben. Es ist eine Gerechtigkeitslücke, dass den Frauen die vor 1992 Kinder geboren und großgezogen haben nur ein Jahr pro Kind angerechnet werden, aber nach 1992 pro Kind drei Jahre angerechnet bekommen. Vor 20 Jahren gab es kein Eltern- und Erziehungsgeld, Teilzeit war in der Regel auch nicht möglich. Kinderbetreuungsplätze waren auch nicht vorhanden. Die CDU/CSU macht sich für diese Frauen stark, das ist aber mit Sicherheit nach der Wahl kein Thema mehr, die wollen nur Stimmen fangen. Die 20 Millionen Rentner sind ja nicht in der Lage eine eigene Partei zu gründen, die dann solche Wahlversprechen einklagen würde und sich für alle anderen Rentenungerechtigkeiten einsetzen könnte. Darum wird sich nach der Wahl für die Frauen, die ja die heutige Altersarmut betrifft, nichts ändern. Das Geld wird lieber in EU-Rettungsschirme gesteckt, siehe: Griechenland und viele Länder mehr, von denen wir dann als die schlechten Deutschen beschimpft werden. Wenn eine Rentnerpartei nur einen oder zwei Sitze im Bundestag hätte, würden sich die etablierten Parteien schwer tun, ihre Wahlversprechungen nach der Wahl nicht einzuhalten. Eine Rentnerpartei könnte fordern, dass die gesamte arbeitende Bevölkerung in eine Kasse einzahlt, wie viele Wissenschaftler fordern. Dann wäre so viel Geld vorhanden, dass man nicht immer vor dem demografischen Faktor warnen muss. Die Besserverdienenden haben sich aus den Rentenkassen verabschiedet, und die Fremdleistungen, die der Staat aus der Rentenkasse entnimmt, betrifft sie ja nicht. Geld ist genug da, es müsste ein anderes System geschaffen werden. In Schweden ist das in nur zwei Jahren gelungen. Für eine Rentnerpartei gäbe es viel zu tun.

Karl Schmied Bad Tölz

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