Bürgerversicherung für alle

1000 Euro Rente für alle; Leserbriefe 11. April, Mike Schier: Spektakulär gescheitert; Kommentar 9./10. April

Die Rente sich an den Nettoeinkommen der letzten 5 Berufsjahre orientiert. Solange jemand in einem Beruf arbeitet der ordentlich bezahlt wird kann und wird er auch eigenverantwortlich zusätzlich fürs Alter vorsorgen. Was ist aber z.B. bei Frisören oder ungelernten Kräften die im Supermarkt oder sonst wo arbeiten (nicht jeder kann eine Ausbildung machen Lernbehinderung usw.). Diese Leute gehen trotz wie bei Frisör 3 Jähriger Ausbildung mit 800-1000 Euro Netto nach Hause. Ja das gräbst in unserem Wohlhabenden Land! Diese Leute können oft nur mit Hilfe von zwei Jobs überleben. Wie bitte sollen diese Menschen noch eigenverantwortlich also aus eigener Tasche fürs Alter vorsorgen., ist weder sozialistische Gleichmacherei noch kapitalistische Selbstkümmerei wie dem auch sonders die Schweizer Bürgerversicherung alle, aber wirklich alle zahlen ohne Drückebergerei und jeder erhält so viel raus, dass er menschenwürdig im Alter davon leben kann (Mindestrente gelekelte Höchstrente).

Robert Ertelt München

Die prozentuale Rentenerhöhung mag zwar im Prinzip richtig sein, aber trotzdem kann ich ihr nicht uneingeschränkt zustimmen; denn Ungerechtigkeiten gibt es. Sicher gibt es selbstverschuldete Niedrigrenten, die durch mangelndes Arbeitsinteresse, keinen Fortbildungswillen, Faulheit und ungerechtfertigtes Ausnützen des Sozialsystems verursacht sind. Andererseits sind es sicher zum Großteil Frauen, die mit einer Minimalrente auskommen müssen, die nicht selbstverschuldet ist und die ihr geringes Alterseinkommen nicht an die große Jammerglocke hängen. Frauen, die vom Berufsleben vorzeitig zurückgetreten sind, (wohl wissend, daß sie dadurch ihre Rentenbezüge opfern), um sich der Familie, der Erziehung der Kinder im Familienverband (das natürlichste der Welt), der Versorgung von alten und eventuell kränklichen Eltern, um sie nicht ans Alters- oder Pflegeheim abgeben zu müssen. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß noch in meiner Generation, Jahrgang 1940 und jünger, dieselbe Arbeit von Frauen im Berufsleben geringer vergütet wurde, als die gleiche Arbeit von Männern, egal, ob im Lohn- Oder Angestelltenverhältnis. Dies war keine Willkür der Arbeitgeber, sondern offiziell in den Manteltarifverträgen verankert. Das werden Viele bestätigen können, die damals in der Lohnbuchhaltung tätig gewesen sind. So gesehen würde ich, um diese Ungerechtigkeiten auszugleichen, einer pauschalen Rentenerhöhung zustimmen. Zudem waren, und sind, viele Berufe, die im Niedriglohn- oder Angestelltensektor liegen für das Allgemeinwohl unverzichtbar, das sollte man nicht vergessen und übersehen, und diesen Menschen eine pauschale Erhöhung gönnen.

Christl Oefele Gaißach

Nicht zu glauben, man kriegt den Hals einfach nicht voll. Eine Rentenpauschale würde hohe Rentenbezüger bestimmt nicht indem finanziellen Ruin treiben. Aber anderen Bürger die nicht mal 800,- Euro bekommen wäre damit gehörig geholfen. Man sollte lieber mal nachdenken, daß nicht alle eine gut dotierte Arbeit hatte. Trotzdem jeden Tag schufteten und die benötigten Arbeitsjahre vorweisen. Bei Telekom und |Siemens wurden die Leute mit 53 Jahren, bei vollen Bezügen in Rente geschickt. Nur Großkonzerne in Verbindung mit der Regierung konnten sich dies Leisten. Aber das Rückgrat der Wirtschaft ist und bleibt der Mittelstand und solche finanziellen Ausgaben kann kein Betrieb stemmen. Man sagt ja: Geiz ist geil.

Wolfgang Stengl Moosburg

Das ewige Thema Rente kocht wieder hoch. Es ist schon erstaunlich, dass diejenigen Herren, die für magere Frauenrenten verantwortlich sind, sich auch noch aufregen, dass wir nicht in die Rentenkasse einbezahlt haben. Ja wie sollten wir das denn anstellen? Wir haben eure Kinder großgezogen, ohne sie als Schlüsselkinder sich selbst zu überlassen. Heute sind diese Kinder die Beitragszahler, die eure großartigen Renten garantieren. Nur für uns Frauen ist nichts übrig. Der Staat sollte endlich die Mütterrente anpassen, denn unsere Lebensleistung garantiert euren Wohlstand. Eine Gesetzesänderung sollte endlich auf den Weg gebracht werden, die eine Mindestrente garantiert und eine Obergrenze festlegt. Denn wer eine hohe Rente bezieht hat schon zu Arbeitszeiten so viel verdient, dass er nicht auf Almosen angewiesen ist. Das Fatale an der geltenden Regelung ist doch, dass diejenigen, die schon gut versorgt sind, noch mehr haben, die Aufstocker aber nicht einen Cent zusätzlich bekommen, weil denen der Rentenmehrbetrag von der Aufstockung sofort wieder abgezogen wird.

Margot Riedel Penzberg

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