Nur mit Eigeninitiative

Sebastian Horsch: Teure Geschenke; Kommentar 25. Mai

Die seit 2013 in ihrer Dimension als auch ihren heraufziehenden Auswirkungen monströse und katastrophale Rentenpolitik der GroKo kann gar nicht scharf und oft genug an den Pranger gestellt werden. Was Herr Horsch als teure Geschenke bezeichnet, ist sicherlich noch untertrieben. Ein Steuerzuschuss ab 2035 von 80 Milliarden Euro jährlich ist nicht teuer, sondern obszön. Der Bundeshaushalt wird zu einer gigantischen Rentenumverteilungsanstalt degradiert, als gäbe es keine anderen dringenden Staatsaufgaben mehr. Dass die Problematik der Altersarmut durch diese Rentenpolitik bestenfalls am Rande adressiert wird, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Als Beitragszahler mit einem Renteneintritt nach 2030 betrachtet man daher das Geschehen kopfschüttelnd und pendelnd zwischen Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und Abscheu. Freilich: Rentner sind politisch präsenter als Berufstätige. Hinzu kommt eine unverständliche Indifferenz der Arbeitnehmer gegenüber dem ständigen Missbrauch ihrer Sozialkassen (jüngstes Beispiel: Jens Spahns Griff in die Krankenkasse zur Finanzierung von 13 000 Pflegeangestellten). Ist dieses Land schon die Gerontokratie geworden, in der die Älteren die Jüngeren ausplündern, wie Roman Herzog seinerzeit so düster wie offenbar weitsichtig voraussagte? Notwendig ist ein Umdenken von heutigen und künftigen Rentnern: Jeder ist selbst ein Leben lang für seine Altersvorsorge verantwortlich und muss selbst für seine Versäumnisse einstehen. Die gesetzliche Rente kann dabei nur einer unter mehreren Bausteinen der Altersvorsorge sein, ohne darüber hinaus- gehende Eigeninitiative wird es eng. Diese Erkenntnis ist übrigens keineswegs neu, sondern war bereits der heutigen Rentnergeneration bekannt. 

Florian Haack Taufkirchen

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