Renten – ran ans Werk!

Sebastian Horsch: Rentenpoker in der Hauptstadt; Politik 8. November

„Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“, Heinrich Heine in „Nachtgedanken“ 1843. Was würde er wohl heute sagen? In unserem Lande sind inzwischen zig Millionen Bürger, auch etliche aktive Politiker, besorgt und haben Angst vor der weiteren Entwicklung der deutschen (Merkelschen) Flüchtlingspolitik. Weitere Millionen in Altersarmut lebende Bürger bangen um ihre Rente. Sie sind die Hauptleidtragenden der rot-grünen Rentenpolitik. Die systematisch vorgenommenen Rentenkürzungen sind bis heute auf knapp 48 % herabgeschraubt worden (Beamte erhalten nach wie vor 72% des letzten Gehalts). Auf Initiative von Frau Nahles werden sich jetzt neben den sechs Weisen, auf die leider keiner hört, selbst ernannte Experten, Wichtigtuer, Funktionäre, Forschungsfetischisten und andere Besserwisser auf den arg gerupften Renten-Fleckerlteppich stürzen, um den von Schröder programmierten Absturz auf 42 % zu stoppen. Anstatt die von Schröder vorgenommene Steuersenkung von 52 auf 43 % rückgängig zu machen, und sich dort das fehlende Geld zu holen, plant man eine sukzessive Anhebung des Beitragssatzes auf 22 %. Gleichzeitig stellt man die Mütter-Rente zur Disposition. Andererseits soll der Kinderfreibetrag für gut Verdienende im Rahmen einer vorgesehenen Steuer-Ermäßigung erhöht werden. Sind deren Kinder mehr wert als die eines Fließbandarbeiters oder einer allein erziehenden Mutter? 2009 langte Frau Merkel kräftig hin: MWSt plus 3 Prozentpunkte. Ein Schlag gegen Rentner und Geringverdiener. Welch ein Hohn, gerade denen, die wenig haben, zu empfehlen, für ihr Alter vorzusorgen. Laut Merkel ist Deutschland ein reiches Land, aber nicht imstande für den Lebensabend ausreichende Renten zu zahlen. Andere Länder können das. Sie verteilen halt die Lasten auf alle Schultern. Zustimmung gibt es auch bei deutschen Politikern. Also ran ans Werk! 

Karl-Heinrich Kuhlmann Fürstenfeldbruck

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