Restoptimismus nicht verlieren

Zur Berichterstattung der vergangenen Wochen

Leider kann ich seit Jahresanfang keinerlei positive Nachrichten (besonders von der Politik, jetzt aber auch wieder von der Kirche) in den Medien mehr finden. Zwar wird fast nichts mehr von der Eurokrise berichtet, das bedeutet aber leider sicher nicht, dass diese überstanden wäre, auch sie wird nur langsam langweilig (wie auch zahlreiche andere weiterhin ungelöste Probleme). Der letzte (und einzige?) Fortschritt war jawohl die Abschaffung der Praxisgebühr, na immerhin, man freut sich ein wenig darüber. Alles sehr enttäuschend, ich glaube, mir bleibt nur noch das Ignorieren der Medien, um mir noch einen Rest von Optimismus zu erhalten. Haben wir uns wirklich so sehr an Tragödien gewöhnt (besonders auch durch die tägliche Berieselung mit immer mehr möglichst blutrünstigen Thrillern oder Kriminalfilmen, die dank der übertriebenen Detailtreue auch oft als Anleitung zur Nachahmung geeignet sind)? Hoffen wir wirklich, dass diese real sind oder werden, oder eher das Gegenteil? Glücklicherweise gibt es in Deutschland nicht annähernd so viele Gewaltverbrechen, wie man regelmäßig im Fernsehen sehen kann. Vielleicht (hoffentlich) gibt es viel mehr positive Nachrichten als in der Öffentlichkeit verbreitet werden. Oder will wirklich kaum jemand diese hören, sehen oder lesen? Ich werde versuchen, mir nur noch schöne Reise- oder Naturberichte anzusehen, denn diese sind meist sehr schön und interessant und fördern den verbliebenen Restoptimismus. Oder frei nach Karl Valentin: „Wollen wir hoffen, dass es nicht so schlimm kommt wie es schon ist.“
Günter Fries
Ebersberg

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