Friedenskonferenz im Flüchtlingscamp

„Exporte steigen auf 7,5 Milliarden“; Politik 20./21. Februar

Deutsche Rüstungsexporte auf Rekordniveau: Da kann man ja unserer Rüstungsindustrie nur gratulieren und hoffen, daß die Auseinandersetzungen in den Krisengebieten noch lange andauern. Mit dem Profit aus den Waffenverkäufen könnte man noch ein paar Werbegeschenke finanzieren und mit den Waffen mitschicken. Vielleicht Prothesen, Verbandszeug, Wolldecken, Zelte, Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente. Oder Werkzeug zum Zerschneiden von Grenzzäunen auf der Flucht in ein anderes Land. Oder aufblasbare Schlauchboote mit Außenbordmotor incl. Schwimmwesten und Schöpfeimer, wenn das Boot mal leckt. Deutsche Waffen, deutsche Wertarbeit für alle Kriege dieser Welt. Gott sei Dank haben wir jetzt Gewissheit, daß unser G 36 doch nicht so schlecht ist,. Auch wenn die Treffsicherheit nicht hundertprozentig ist. So kann man doch noch genug Menschen damit töten oder schwer verletzen. Glück haben hier die kleinen Kinder, die nicht so leicht zu treffen sind, aber es trifft sie hart genug, wenn ihre Eltern umkommen. Leider hängt der Wohlstand vieler Menschen von den florierenden Waffengeschäften ab und darum wird sich auch nichts ändern. Die verantwortlichen Großmächte und Kriegsbeteiligten sind nicht ernsthaft an einem Frieden interessiert. Damit ist der Umsatz unserer Rüstungsindustrie auf Jahre hinaus gesichert. Es ist schon komisch, je weiter die Menschen sich entwickelt haben und je höher ihr Bildungsstand ist, umso mehr Menschen müssen viel Leid erfahren. Nun frage ich unsere sogenannten Eliten, die in den großen Konzernen und in der Politik tätig sind, was sie unternehmen, daß es nicht immer so weiter geht. Ich vermute, daß die da oben es nicht ändern werden, denn wer sägt sich schon den Ast ab, auf dem er sitzt. Die Flüchtlinge müßte man ausschließlich auf die waffenexportierenden Länder verteilen. Die deutschen Rüstungs- und Waffenhersteller könnten für die besonders intelligenten, lernwilligen jungen Flüchtlinge Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. So würden diese sehen, wie die Waffen hergestellt werden, durch welche ihre Angehörigen getötet wurden. Die nächsten Gipfeltreffen sollte man nicht im Bayerischen Hof abhalten, sondern im Flüchtlingscamp, dort wo tausende Familien notdürftig untergebracht sind. Die Politiker sollten unten den gleichen Bedingungen leben wie die Flüchtlinge. Es sollten auch noch ihr Familienangehörigen dabei dürfen. Den Vorsitz der Konferenz übernimmt Frau Merkel, die als einzige das Privileg erhält, menschenwürdig untergebracht zu sein. Jeden Tag ohne konkrete Ergebnisse bei den Verhandlungen gibt es nichts zu essen. Erst wenn alle Waffen dieser Welt schweigen und verschrottet sind, endet der Aufenthalt im Flüchtlingscamp! Ich weiß, daß es nie dazu kommen wird, deshalb gibt es auch nie Frieden.

Hans Pollhammer Handwerksmeister, Mauern

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