Keine Besserung in Sicht

Dirk Ippen: Konferenz am Ende aller Sicherheit?; Ko- lumne Politik 17./18. Februar

Ich kann Ihnen nur zustimmen, aber Verteidigungsbereitschaft ist ein Thema, das in unserem Land keinen wirklichen Stellenwert mehr hat. Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber der allgemeine Wohlstand und die lange Friedensperiode tragen sicher dazu bei. Das führt dann zu einer Realitätsverweigerung (wie auch in der Energie- und Rentenpolitik), der nur schwerlich beizukommen ist. Deshalb bräuchte man eine politische Führung, die über den strategischen Weitblick verfügt und auch so handelt. Man bräuchte... Der eigentliche Skandal ist aber, was bei einem Wehretat von gut 36 Milliarden Euro bisher herauskommt. Sie als Chef einer großen Unternehmensgruppe können das sicherlich sehr gut beurteilen - im Gegensatz zu vielen Leuten, denen hierfür die Vorstellungskraft fehlt. Die genannte Summe liegt in etwa beim Jahresumsatz der Lufthansa, die über einen großen und teuren Fliegerpark verfügt und über 120 000 Leute beschäftigt. Und die Bundeswehr: Bei der gewaltigen Summe bekommen wir teilweise keinen einzigen Transportflieger mehr in die Luft, nur wenige Hubschrauber sind einsatzfähig und ich behaupte, dass wir gegenwärtig trotz der gewaltigen Ausgaben schon mit ein paar Tausend Soldaten im Ausland „am Anschlag sind“. Somit ist es eine Schande, was hier passiert - und ich sehe keine Besserung. Das Verteidigungsministerium ist schon lange unionsgeführt (also die SPD ist nicht an allem Schuld) – und es ist keinerlei Besserung in Sicht. Es ist zum Verzweifeln! 

Volkmar Döring Unterwössen

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