Gerechtere Steuern

Martin Prem: Fauler Kompromiss; Kommentar 23. September

Da hat also die Bundesregierung bei Vererbung von betrieblichen Vermögen die Erbschaftsteuer so sehr gekürzt, dass das Bundesverfassungsgericht diese Steuergeschenke beanstandet hat. Jetzt wurde eine sehr komplizierte Regelung gebastelt, wo keiner mehr ganz durchblickt. Ob das Verfassungsgericht das akzeptiert? Betriebe und Millionäre zahlen immer weniger Steuern. Arbeitnehmer müssen immer höhere Steuern zahlen, weil die Steuerprogression nicht angepasst wird. Seit einigen Jahren werden sogar die Renten besteuert. Es gibt immer mehr Altersarmut und Kinderarmut. Bei der Erbschaftsteuer müsste die Regelung endlich geändert werden. Wenn ein Vater seinem Sohn das Haus vererbt, dann gibt es einen Freibetrag von 400 000 Euro. Hat der Mann kein Kind und vererbt das Haus einem Neffen oder einer Nichte, dann gibt es nur einen Freibetrag von 20 000 Euro. Es muss also eine hohe Erbschaftsteuer bezahlt werden. Verwandte Kinder werden wie fremde Personen behandelt. Ich meine, für eine verwandte Person müsste es mindestens einen Freibetrag von 200 000 Euro geben. Über Steuergerechtigkeit muss sich jeder Mensch selber seine Gedanken machen. 

Peter Mörwald Allershausen

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