Sündhaft teure Alternative

Christian Deutschländer: Besser für Bayern; Kommentar 27. September

Da ist aber Herrn Seehofer, Söder und Frau Aigner ein großer Wurf gelungen. Sie haben auf Volkes Stimme gehört und verbannen die Stromtrassen unter die Erde. Das sichert Stimmen und die Existenz der Partei in Bayern ist gefestigt. Nur hat keiner der Herren und Dame dem Bürger vorher rechtzeitig und ehrlich gesagt, dass er die sündhaft teure Alternative über den Strompreis jahrelang selbst bezahlen muss. Ich bin mir sicher, hätte der Bürger vorher reinen Wein eingeschenkt bekommen, er hatte sich anders entschieden. Außer dem Geld der Bürger wird vermutlich auch immens viel Landschaft verbraucht. Zirka 50 Meter breit wird der Boden aufgegraben und die Kabel verlegt; und das über Hunderte von Kilometern. Die schweren Arbeitsmaschinen verdichten den Boden und es braucht Jahre, bis die Natur alles wieder zugedeckt hat. Und der Bürger, den man vor den oberirdischen Monstertrassen schützen wollte? Er wird um jedes Biotop und um jede Erdkröte kämpfen, die auf dem Weg der Strom/Erdtrasse liegt. Aber diesen Ärger haben ja die drei Politiker nicht, Hauptsache man hat die Wählerstimme. Es wird dauern, bis die Erdkabel verlegt sind. Dann wird billiger Windstrom billig eingeleitet und kommt in Bayern teuer wider raus. Die Landschaft ist auf Hunderten Kilometern umgegraben und verdichtet worden. Macht nix; Hauptsache man hat die Stimme und die Existenz der Partei (CSU) ist gesichert. Man will es einfach nicht glauben! Eine ehrliche Debatte und echte Wahrheiten wären besser gewesen. Mit dem begrenzten Raum in Bayern sollte man vorsichtiger umgehen. Aber berührt das diese Politiker? Wohl kaum. 

Günther Kirscht Grünwald

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