Stromverteuerungstheater

Alexander Weber: „Erfolgsstory in Gefahr“; Kommentar 9. Januar

Die Förderung der Solar- und Windkraftanlagen ist ein absurdes Stromverteuerungstheater. Die Energiewende ist gescheitert, bevor sie jemals nennenswert Strom geliefert hat. Beeindruckend ist die angegebene Leistung der „alternativen“ Energielieferanten. Leider erzeugen alle Solaranlagen nur wenige Stunden am Tag ihre installierte Leistung und auch nur dann, wenn die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint. Auch die Windräder liefern ihre volle Leistung nur bei Starkwindwetterlagen (6–8 Windstärken), die bei uns äußerst selten sind. Wir können alle Freiflächen mit Solarzellen zu pflastern und alle Hügel mit Windkraftanlagen voll stellen, eine zuverlässige Energieversorgung lässt sich dadurch nicht erreichen. Um diesen „alternativen“ Strom zu nutzen, benötigen wir Speichersysteme, die in der Lage sind, große Strommengen für mehrere Tage speichern zu können. Pumpspeicherkraftwerke sind die einzigen verfügbaren Stromspeichersysteme. Der Seehamer See kann maximal 54 Megawatt Strom für 4 Stunden liefern. Der durchschnittliche Bedarf an elektrischer Leistung in Deutschland beträgt 70 Gigawatt. Wenn wir diesen Strombedarf durch Pumpspeicherkraftwerke decken wollen, dann benötigen wir mehr als 1000 Seehamer Seen. Dann könnten wir bei Windstille und Dunkelheit gerade mal für ein paar Stunden Deutschland mit Strom versorgen. Die Energiewende ist eine Utopie und wird von Politikern ohne technisches Grundverständnis gefördert. Nutznießer sind nur die Anlagenbetreiber, die durch die unsinnige Förderung eine risikolose Rendite erhalten.

 Hans-Heinrich Willberg Tegernsee

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