Offen für die Not der Menschen

Was viele wohl insgeheim befürchtet hatten, ist nun Realität geworden. Terroristen haben den Flüchtlingsstrom genutzt um nach Europa einzudringen.

Genau deshalb braucht es Grenzkontrollen, an den nationalen Grenzen, da ja Europas Außengrenzen anscheinend nicht richtig geschützt werden können. Das war vorherzusehen, darum war es ein unverantwortlicher sicherheitspolitischer Blindflug, jeden unkontrolliert ins Land zu lassen. Was aber mindestens genauso schlimm ist, ist die Tatsache, dass man diese Realitäten so gut es geht ausblenden wollte. Wie oft bekamen wir von den Medien, von den Politikern gesagt, unter den Flüchtlingen wären keine Terroristen? Wie oft bekamen wir gesagt, dass es für Europa nichts schlimmeres gäbe als nationale Grenzen – und jetzt? Jetzt haben wir zum Teil genau diese Grenzen, und es geht genauso wie vorher auch.  Es wäre höchste Zeit, die Karten ehrlich auf den Tisch zu legen, die Situation ungeschönt darzustellen und dann zügig und ohne ideologische Scheuklappen an das Lösen der Probleme zu gehen. Ein einfaches Aussitzen, ein Schönreden, ein Ausblenden der Tatsachen wird nicht weiterhelfen.

Klaus Birkl Weilheim

Unser Globus ist rundum blutbefleckt und das Morden aus religiöser Überzeugung wird in seinem Wahnsinn nicht aufhören. Alle derzeit praktizierten Vorsichts- und Schutzmaßnahmen in allen Ehren; aber wo bleibt der überschalllaute Aufruf an jene Regierungen, die jegliche Mordinstrumente herstellen lassen und liefern, um Beendigung der Produktion? Wo bleibt der Ruf an alle Regierungen, als oberste Pflicht mitzuhelfen, dem IS jeglichen Zugang zu Waffen aller Art zu verhindern? Wo verkriechen sich die hiesigen Prediger des Islam im Schweigen, statt mit lauter Stimme ihre Gläubigen zu demonstrativen Bekundigungen aufzurufen, dieses sinnlose Morden abzulehnen, zu verachten? Das christliche Abendland haucht seinen letzten Atem aus.

Marlis Thumm München

Sieht man sich auf der Landkarte um, fällt auf, das in der Vielzahl islamischer Länder Krieg und Terror, Diktatur und Menschenrechtsverletzungen unaussprechlichen Ausmaßes und mittelalterliche Unaufgeklärtheit herrschen. Das ist einfach Fakt. Der Islam befindet sich derzeit auf einer Entwicklungsstufe, in der sich das Christentum vor 500 Jahren befand. Ich glaube nicht an das große Märchen der Integration, hat sich doch schon in vielen anderen Ländern gezeigt, das Muslime überwiegend wenig integrationsbereit sind, sonst hätten sich nicht allerorts Parallelgesellschaften entwickelt. Ich habe Angst vor dieser rigiden Religion, deren Ziel es doch ist, irgendwann dominant auf diesem Planeten zu sein. Wenn es mit dem Terror im Namen Allahs so weiter geht, haben sie ja gute Chancen. Ich vermisse im übrigen auch den empörten Aufschrei der rechtschaffenen Muslime jedes mal wenn im Namen Allahs im Westen ein Terroranschlag verübt wird. Es heißt doch immer, der Islam sei eine Religion des Friedens? Oder wird das Morden insgeheim für gut geheißen? Wann wacht Deutschland endlich aus dieser naiven, viel zu toleranten Gutgläubigkeit und kurzsichtigem Duckmäusertum auf? Was für ein Erbe wird da unseren Kindern hinterlassen?

Nicole Leserer Deisenhofen

Man stelle sich vor, dass schon seit Jahrzehnten von unterschiedlichen Gruppen im Namen Jesu Christi in den verschiedensten Ländern und Erdteilen dieser Welt Terroranschläge verübt worden wären, denen schon tausende unschuldiger Menschen (natürlich auch christlichen Glaubens) zum Opfer gefallen wären. Man stelle sich weiterhin vor, dass außer einigen ziemlich allgemein gehaltenen Mitleidsbekundungen und Verurteilungen durch ein paar christlichen Gemeinden hierzu kaum Kommentare aus der christlichen Welt zu hören gewesen wären. Man stelle sich insbesondere vor, dass sowohl von Rom als auch von führenden Vertretern der evangelischen Kirchen so gut wie kein Wort zu diesen Vorfällen gesagt werden würde. Man stelle sich ferner vor, dass, während all dies geschieht, es als absolut selbstverständlich angesehen wird, dass in den Städten der arabischen Länder Frauen in Strandkleidung durch die Straßen gehen und in dortigen Geschäften einkaufen, dass sie ebenso selbstverständlich Restaurants aufsuchen können, in denen Alkohol oder Schweinefleisch angeboten werden. Man stelle sich schließlich vor, dass in den genannten Ländern von Seiten der Regierungen aktiv Maßnahmen ergriffen werden würden, um den dort lebenden christlichen Bevölkerungsteilen durch Kirchenbauten den Besuch ihrer Gottesdienste zu ermöglichen oder durch die Schaffung von Zusammenführungs- und Integrationsaktivitäten verschiedenster Art eine möglichst große Verständigung und Akzeptanz zwischen Christen und Moslems herbeizuführen. Selbst auf die Gefahr hin, polemisch zu erscheinen - eigentlich unvorstellbar, oder?

Dr. Klaus-P. Hartmann Schondorf

Die jüngsten Terroranschläge in Paris, Ankara, Istanbul und jetzt in Brüssel veranlassen den bayerischen Innenminister Herrmann zu der Aussage, man bräuchte keine Angst zu haben. Diese wiederholt von Politikern verabreichte Beruhigungspille ist genauso unangebracht bzw. falsch wie die Aussage von verschiedenen Politikern und Vertretern islamischer Verbände in Deutschland, der Terror hätte mit dem Islam nichts zu tun. Und unser Bundesjustizminister beeilt sich wiederholt festzustellen, man dürfe die Anschläge nicht mit der aktuellen Einwanderung von Flüchtlingen vermengen. Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Dass in Deutschland noch kein Anschlag verübt wurde, ist trotz der immensen Bemühungen der Sicherheitsbehörden dem Umstand geschuldet, dass unser Land bisher verschont wurde. Die Terroristen von Paris und Brüssel sind entweder mit dem Flüchtlingsstrom oder mit falschen Pässen legal nach Europa eingereist und bei Polizeikontrollen nicht erkannt worden. Somit läuft die Überwachung radikalisierter Islamisten, die nach Syrien zur Kampfausbildung ausreisen, um später wieder als Gotteskrieger zurück zu kehren, ins Leere. Der BND und Europol warnen aktuell vor einer bevorstehenden Anschlagsserie in Europa. Insbesondere Deutschland könnte dabei ins Visier geraten, weil der IS damit den Flüchtlingen signalisieren kann: Auch in Europa seid ihr nicht sicher. Also hat der islamistische Terrorismus mittelbar sehr wohl mit der Flüchtlingspolitik zu tun. Und vor all dem soll sich die Bevölkerung nicht ängstigen? Die Forderung nach besserer internationaler Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden wiederholt sich nach jedem Anschlag. Was ist seither umgesetzt worden? Nichts! Die Integration der über eine Million aufgenommenen Flüchtlinge ist deshalb die wichtigste, aber auch schwierigste Maßnahme der Politik, will man die Bildung einer Islamistenszene in Großstadtghettos wie in Paris und Brüssel, vermeiden. Die Botschaften hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Rudolf Proschko Zolling

Zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus haben wir nicht einmal eine einheitliche, standarisierte Fahndungs- und Informationsstruktur. Wie von Herrn Florian Hahn, Mitglied des Bundestages, richtig ausgeführt, brauchen wir für eine erfolgversprechende europaweite Fahndung folgende organisatorischen Voraussetzungen: Eine einheitliche europäische Datenbank mit den bekannten Personalien und weiteren Informationen über Terrorverdächtige, Gefährder und IS-Kämpfern aus dem Informationspool aller nationalen Sicherheitsdienste. Das gilt für Polizeibehörden und Nachrichtendienste. Und wer in diesem Krieg und dieser einzig angezeigten Fahndungsstruktur weiterhin vom Trennungsgebot Nachrichtendienst/Polizei oder vom Datenschutz faselt, hat vermutlich viele weitere Anschlagsopfer zu beweinen. Diese Fahndungsdaten sind dann tagesaktuell im Schengen-Informations-System (SIS) einzustellen und abzufragen. Dies ist ein notwendiger Baustein im Kampf für diese freiheitliche Gesellschaft.

Hans Sandner Ampfing

Die Anschläge sind zwar schrecklich, doch sollte man nicht hysterisch werden. Die Gefahr Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist zigmal geringer, als Opfer eines Autounfalls oder eines Haushaltsunfalls zu werden. Das sollte man sich immer bewusst machen. Der zweite Punkt ist eine Kritik dieses ewigen sozialarbeiterischen Verelendungsmodells, das den Dschihadismus als kriminelles, prekäres Unterschichtenphänomen erklären will. Eine französische Studie, die eine Terrorismusexpertin in der Phönixrunde zitierte, hat festgestellt, dass von den Dschihadisten 50 % aus der Unterschicht kommen, aber eben auch 40 % aus der Mittelschicht und sogar 10 % aus der Oberschicht. Dennoch konzentriert sich die ganze Diskussion darauf, eine Art Dschihadismuseinheitstypen der prekären, arbeitslosen, kleinkriminellen Unterschicht, die von Vätern geprügelt wurde, darzustellen. Dazu ist zweierlei zu sagen: Man müsste erklären, warum der ähnlich strukturierte Teil der Banlieues und Molenbeeks eben nicht zum Islamismus und Terrorismus greift, sondern dies eine kleine Gruppe von Extremisten bleibt, warum eben Hunderttausende dies unter gleichen Umständen nicht machen. Armut führt nicht automatisch zu Terrorismus und Islamismus. Zweitens: Die soziologische Zusammensetzung der Terroristen ist gemischt. Selbst wenn man die Unterschichten integrieren würde, blieben noch viele Terroristen, die sich aus wohlbehüteten Elternhäusern der Mittelschicht rekrutieren lassen. Also immer Vorsicht vor einfachen Patentrezepten.

Ralf Ostner München

Seit über 1000 Jahren ist das Verhältnis zwischen dem Islam und dem Christentum angespannt. Dabei wechselten sich Zeiten der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Zeiten der friedlichen Koexistenz ab. Zur Zeit versuchen radikale Islamisten das Rad der Zeit zurück zu drehen und führen gegen den Rest des Welt einen Krieg. Das führt dazu, dass Millionen Flüchtlinge, Christen und Muslime vor der unvorstellbaren Gewalt fliehen und ihre Heimat verlassen mussten. Viele von ihnen suchen im „Christlichen Abendland“ Schutz vor Verfolgung. Diesem dürfen wir uns nicht entziehen. Gerade im göttlichen Jahr der Barmherzigkeit müssen wir für die Not unserer Mitmenschen offen sein. Wir müssen in jedem Flüchtling den Mitmenschen, das Ebenbild Gottes, sehen und dürfen uns nicht an den Kosten orientieren. Vielmehr sollten wir in der Fluchtbewegung die Zeichen der Zeit erkennen. Wenn wir das Elend in den Flüchtlingslagern sehen, so ist das die Folge der Politik der Abschottung und der Obergrenzen. Wir grenzen die aus, die um ihr Leben gelaufen sind und die stehen jetzt vor den verschlossenen Toren einer der reichsten Regionen der Welt. Wenn das nicht die Wut und den Hass gegen den reichen Westen zusätzlich schürt. Nur die Liebe besiegt den Hass. Das hat Jesus uns am Kreuz gezeigt. In diesen Tagen feiern wir Christen dieses die Welt verändernde Verhalten. Wir Christen sollten mit den Muslimen und den Juden verstärkt den Dialog suchen. Denn wir alle berufen uns auf den Stammvater Abraham und Jahwe, unseren Gott. Durch den Dialog wächst das Verständnis und die Toleranz. Vorurteile können so abgebaut werden. Ich wünsche ihnen allen ein friedvolles Osterfest.

 Wigbert Schmalkalt München

Zunächst eine Feststellung, warum in der Presse- und TV Anstalten, die Berichterstattung über Paris und Brüssel (auch mit Sondersendungen) um ein vielfaches intensiver ist, als über die Türkeianschläge (Istanbul, Ankara) berichtet wird. Auch hier sind deutsche Staatsbürger ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden. Bei allen Anschlägen wäre es unbedingt notwendig, da es sich fast überwiegend um Anschläge aus dem Islamischen Täterkreis handelt, dass die verschiedenen Vereinigungen der Muslime sich eindeutig von diesen Anschlägen distanzieren. Noch viel wichtiger, und für den deutschen Staatsbürger sichtbarer wäre es, wenn auch die gutwilligen, hier integrierten und friedliebenden Muslime in größerer Anzahl auf die Straße gehen, und gegen Gewalt demonstrieren würden. So könnte man auch der eventuell vorhandenen Unterstellung der klammheimlichen Zustimmung zu diesen Anschlägen kraftvoll entgegentreten. Das könnte ein verbindendes Zeichen für das friedliche Zusammenleben in unserem Land sein.

Jürgen Langenohl München

Terror trifft das Herz Europas; Titelseite, Lorenz von Stackelberg: Erosionsprozess; Kommentar, Christian Deutschländer: „Ein Fron- talangriff der Islamisten auf uns“, Interview mit Joachim Herrmann; Politik 23. März, Der Terror in Brüssel; Leserbriefe 24./25. März

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