Mit aller Härte des Gesetzes

Die erste sinnvolle Konsequenz aus den Geschehnissen von Köln und die erste konkrete Tat, die den unzähligen Floskeln der Politiker folgt: Polizeipräsident Albers wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt, ein Neuanfang für die Polizei in Köln wird geebnet.

Die Polizei ist kein kommerzielles Unternehmen, das seine Angestellten nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten wegrationalisieren darf. Spätestens mit der heutigen Entscheidung dürfte das Polizeipräsident Albers bewusst werden. Währenddessen distanziert sich Oberbürgermeisterin Reker von Polizeipräsident Albers unter Hinweis darauf, dass mit ihrem heutigen Kenntnisstand das Vertrauensverhältnis zur Kölner Polizeiführung erheblich erschüttert sei, und versucht damit, die Sudelei von ihrem weißen Hemd zu waschen. Nach Frau Rekers Verhaltenstipps für Frauen und diesem gekünstelten Ablenkungsmanöver wäre als Bürger Kölns mein Vertrauen in Frau Reker erheblich erschüttert.

Tobias Algasinger Taufkirchen/Vils

Der Leserbrief von Frau Dagmar Schön muss in zwei Punkten kommentiert werden: Dass die Außenseiter von 80 Millionen Deutschen mehr Straftaten begehen als die Außenseiter von 1,5 Millionen Flüchtlingen, sollte nicht überraschen. Kritischer sehe ich, dass auch Frau Schön einfach mehr Geld für die Integration der Flüchtlinge fordert, aber leider nicht sagt, wo dieses Geld herkommen soll. Wir haben neben maroden Brücken und Straßen große Finanzierungsprobleme bei Alten- und Behindertenversorgung, Kinderbetreuung, Gesundheitswesen usw. Wo soll noch mehr Geld abgespart werden? Als Alternative bleibt, dass der Bürger noch stärker zur Kasse geprügelt wird; höhere Staatsschulden aufzunehmen, ist auch nichts Anderes. Dagegen habe ich was. Statt es als „riesige Aufgabe für die deutsche Gesellschaft“ zu bezeichnen, sollten wir von den „jungen männlichen Testosteronbomben“ fordern, ihre Integration selbst in die Hand zu nehmen, wie es Italiener, Portugiesen, Griechen aus eigener Initiative erfolgreich getan haben. Hilfestellung geben wir gerne; unsere Aufgabe ist es aber nicht. Und wenn dann mit Chaos gedroht wird, stimme ich Herrn Scheuer hinsichtlich der Unwilligen zu.

Axel Stark Gmund

Unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel ist entsetzt über die Angriffe auf Frauen in mehreren Großstädten der BRD. Die zahlreichen jungen Männer müssten mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Die Mehrzahl der jungen Männer stammte laut Polizei aus Afrika und dem mittleren Osten. Ob es sich bei den Personen um Flüchtlinge handelte, sei unbeantwortbar, weil etliche festgenommene Personen keine Ausweispapiere bei sich hatten. Es sind hunderttausende geflüchtete junge Männer ohne Frauen in der BRD. Sie haben keine Perspektive , kein Geld , keine Partnerin aber jede Menge juvenile, sexuelle Triebe. Dass nun die ersten, massiven sexuellen Übergriffe stattgefunden haben, darüber ist man „ entsetzt „ in der Politik . Das war doch alles nicht vorhersehbar , heißt es. Zuerst wird die Büchse der Pandora leichtfertig geöffnet und dann ist man „ entsetzt „ über die Folgen einer unregistrierten Einwanderung , die es zuvor noch nie gegeben hat. Der Terminus naiv ist für Frau Dr. Merkel geradezu ein Euphemismus. Und welch gigantischer Aufwand nun stattfindet, um den Deckel auf dem brodelnden Topf zu halten: Gesetzesänderungen, ein gigantisches Polizeiaufgebot, Überwachungssysteme etc. etc.

Ralph Anderhofstadt Pullach

Sehr gut wird in dem Kommentar dargestellt, dass die Parteien, vor allem die SPD, einen rasanten Kurswechsel vollzogen haben. Im Grunde fordern alle mehr oder weniger das, was Pegida schon vor einem Jahr in ihrem 19-Punkte Programm stehen hatte. Neugierig bin ich allerdings, ob Pegida jetzt ihre Demos einstellt, nachdem ihre Forderungen von den Altparteien übernommen wurden. Oder waren diese Forderungen doch nur vorgeschoben, die eigentlichen Motive ganz andere?

Hermann Diehl München

Alle Migranten und Asylbewerbern zu verurteilen, ist zu kurz gegriffen, trotzdem Danke Flüchtlinge! Wir haben diesen rücksichtslosen Migranten und Asylbewerbern durch ihr strafbewährtes Verhalten zu verdanken dass plötzlich viele langjährige Forderungen nun zur Diskussion stehen, umgesetzt zu werden. Strafrecht und Asylgesetze müssen plötzlich überdacht werden. Baugesetze werden geändert, um den Wohnungsbau voranzutreiben. Kitas und Schulen müssen schnell und vermehrt gebaut werden, mehrere Lehrer und Erzieher eingestellt, die lange diskutierte Videoüberwachung und unsere Polizei müssen verstärkt werden. Zu verdanken haben wir ihnen auch, dass durch diese Straftaten unsere Demokratie und unser Rechtsstaat in Frage gestellt werden, dass unser Sozialstaat missbraucht wird und dass unsere Freiheit durch immer mehr Überwachung und Polizeipräsenz eingeschränkt wird. Die Erkenntnis, dass unsere Grenzen nicht mehr geschützt werden können und für unsere Bürger die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann, kommt hinzu. Unbegreiflich und unvorstellbar, dass gültige Gesetze missachtet bzw. außer Kraft gesetzt wurden, von den Bürgern aber Gesetzestreue verlangt wird. Alles eine Entwicklung die man sich vor einem Jahr nicht vorstellen konnte und plötzlich durch den Flüchtlingszustrom möglich gemacht wird. Ein Miteinander bzw. Integration wird zur Utopie, wenn gleichzeitig unsere bisherigen Lebensgrundlagen in Frage gestellt werden.

Friedrich Kraus München

Das Bemerkenswerte an der Person Wolfgang Albers ist die Tatsache, dass der Polizeipräsident von Köln in seinem ganzen Leben nie Polizist war. Voraussetzung für seine Berufung dürfte einzig das Parteiticket gewesen sein, das den Genossen zu dieser Aufgabe befähigte. Nun gibt es solche Parteibesetzungen in vielen Bereichen und bei allen Parteien, doch gerade im Bereich der Polizeiarbeit sollten schon Menschen Führungsaufgaben übernehmen, die von der Materie etwas verstehen. Ebenfalls bemerkenswert ist, wie Herr Albers seine Oberbürgermeisterin Henriette Reker ins offene Messer hat rennen lassen. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass Asylbewerber unter den Tätern gewesen waren, hat er Frau Reker erklären lassen, dass es hierfür keine Anhaltspunkte gäbe. Das ist einfach nur unanständig und seine Abberufung war auch aus diesem Grund zwingend nötig.

Wolfgang Schwirz München

Frau Dagmar Schön, Rechtsanwältin, Sie beschreiben den Alkoholkonsum der Männer, 51 % der Männer sind gegenüber ihrer Partnerin wegen Alkohols gewalttätig. Hier sind Sie am Thema aber weit vorbei. Herr Andreas Scheuer wird als Brandstifter übelster Art beschimpft, er passt wahrscheinlich nicht in Ihre politische Denkweise. Wenn die Gesetze zu einer Abschiebung der polizeibekannten kriminellen Migranten nicht ausreichen, wird es Zeit, diese zu ändern. In Köln waren es in der großen Mehrzahl Nordafrikaner, und diese Personen sind Muslime, denen Alkohol verboten ist. Also kann der Alkohol nicht der Anlass gewesen sein, sich an Frauen zu vergehen. Hier ist die Politik in Verantwortung, aber rot, rot, grün hat das wahrscheinlich noch immer nicht begriffen. Hat man eine andere Meinung wie Herr Scheuer oder andere Politiker der CSU, werden sie beschimpft bzw. auf Pegida-Niveau herumtrompetet.

Karl-Wilhelm Feix München

Zuerst wird der Kölner Polizei die gewünschte Verstärkung an Silvester verweigert und dann soll sie an allem schuld sein! Angesichts der martialischen Bilder von der Silvesternacht in Köln (und vorher bei Fußballspielen, Rechts-Links-Demos usw.) muss man sich sowieso wundern, dass sich überhaupt noch junge Menschen für den Dienst bei der Polizei bewerben. Lauthals rufen Politiker aller Couleur natürlich sofort nach schärferen Gesetzen, dabei ist es schon nicht einfach, die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen - oder wie will man mit Sicherheit aus einer Menge von über tausend Männern, die für uns überwiegend ähnlich aussehen - die jeweils Schuldigen herausfischen? Prävention ist angesagt, man muss doch agieren, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist! Eine grenzenlose Obergrenze beim Flüchtlingszuzug verlangt eben nicht nur Gelder für Matratzenlager und Sprachkurse, sondern leider auch nach einer kräftigen Aufstockung der Finanzen für unsere innere Sicherheit.

Angelika Winkler Mammendorf

Rechtsanwältin Schön erklärt uns, dass der Alkohol als starke Droge die Ursache war, weshalb hunderte Männer in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten regelrecht Jagd auf Frauen machten. Weitere schockierende Einzelheiten kommen ans Licht. Dazu gehört, dass diese Männer aus Nordafrika alkoholfreie Muslime sein sollten, die hier aus Hilfsbereitschaft aufgenommen wurden und in ihrem Gastland nicht über die Stränge schlagen sollten. Diese begegneten unserer verringerten Polizei, mit einer unfassbaren Respektlosigkeit, die nicht hinnehmbar ist. Für diese Asylsuchenden, die sich mit dem Registrierungsbeleg des BAMF auswiesen, waren plötzlich unwahrscheinlich große Summen zur Verfügung, wogegen bei der Polizei laufend eingespart wurde. Nun sollen sich Verantwortlichen fragen, warum in München keine Randale war. Sie erklärt es selbst und stellt nebenbei fest, dass es in unserer Landeshauptstadt 40 % Ausländer gibt. 40 % sind aber zu viel. Wenn sich England wehren kann, Polen auch, Schweden, Tschechien etc. ebenfalls, warum müssen wir Deutsche alles was kommt aufnehmen? Woran liegt das? Haben wir falsche Gesetze? Oder sind die vorgenannten Länder unchristlicher oder lehnen sie die Pflichten der Humanität ab? Was unterscheidet uns von den anderen Europäern heute 70 Jahre nach Kriegsende, nach Wiederaufbau, Wiedergutmachung. Wiederbewaffnung und Kriegseinsätze gegen den Willen von uns Deutschen? Dies sollte uns Frau Schön bitte in einem weiteren Brief erklären, oder Generalsekretär Scheuer, der Abschiebung fordert, die womöglich gar nicht möglich ist.

Hermine Kaiser Bad Wiessee

Bettina Bäumlisberger: „Kontrolle zurückgewinnen“; Kommentar, „Wie viel Furcht bleibt?“ und „Aus der Schusslinie in den Ruhestand“; Hintergrund, „Debatte um Angriffe in Köln“; Leserbriefe 9./10. Januar

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