Sexualstraftäter aus Psychiatrie geflüchtet: Warnung vor Michel K.

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Leserbriefe

Den Damen die Daumen drücken

Georg Anastasiadis: Merkels Manöver; Kommentar,Wirtschaft warnt von der Leyen; Titelseite, Politposse oder Sieg für die Frauen?; Leserforum 18. Juli

Täuscht es oder erhalten gerade in diesen Tagen zwei deutsche Frauen so viel Kritik bereits vor ihrem Amtsantritt wie kaum zuvor zu verspüren war. Man will nicht hoffen, dass diese Vorurteile überwiegend geschlechtsspezifisch sind. Doch in der Tat hat man so viel an negativen Urteilen selten zuvor bei Männern vor Ihren Amtsantritten verhört. Selbst die Grünen, die doch betont eher paritätisch besetzt sein wollen, sparen nicht an Kritik an beiden Damen. Dabei sollte man diese doch erst einmal machen lassen. Keiner wird zum Kanzler, Präsidenten oder Minister geboren. Erfahrung kann man nicht davon bekommen, nie eine Chance erhalten zu haben. Gerade im Verteidigungsministerium hatten gerade mal 2 von 20 bisherigen Ministern überhaupt höhere Kenntnisse in Militär- und Sicherheitsfragen. Beide Frauen zeigen daher mehr Mut als all ihre Kritiker zusammen und davor schon mal Hut ab! Wir brauchen solch mutige Politiker und nicht die ewig Meckernden.

Olaf Zander

Egenhofen

Das Bild zeigt Frau Merkel, Frau von der Leyen und Frau Kramp-Karrenbauer. Das ist unsere Frauenwirtschaft in Deutschland. Heute müssen Führungskräfte nicht mehr vom Fach sein und Erfahrung haben. Es genügt, wenn sie Frau sind. In Zukunft werden junge Männer, die in die Politik gehen, eine Geschlechtsumwandlung machen lassen, weil sie nur so Erfolg haben können. Als ehemaliger Soldat kenne ich keinen besseren Mann als den 4-Sterne-General a. D. Harald Kujat für den Posten als Verteidigungsminister. Herr Kujat war öfters im Fernsehen bei Gesprächsrunden zu sehen. Das militärische und auch das politische Wissen dieses Mannes ist enorm. Er hatte auch eine führende Position in der Nato. Er ist weltweit geachtet und anerkannt. Als Kommissionspräsident wäre Martin Schulz ein guter und erfahrener Mann gewesen. Er war schon Parlamentspräsident. Herr Schulz hätte auch schon Kommissionspräsident werden können, aber Frau Merkel hat ihn nicht unterstützt. Sie hat damals lieber Herrn Juncker aus Luxemburg haben wollen. Jetzt beschwert sich die Union, weil nicht alle SPD-Abgeordneten Frau von der Leyen gewählt haben.

Peter Mörwald

Allershausen

Für Deutschland kann es trotz Ursula von der Leyen an der Spitze auf weite Sicht ein Desaster werden. Wie Walter Herzog sehr treffend in seinem Leserbrief ausführt. Was hat Angela nur geritten ihrem Macron so in die Falle zu tappen? Mit der Französin Lagarde als EZB-Präsidentin kann er endlich seine irrsinnigen Finanzideen pro Frankreich und Südeuropa umsetzen. Die EZB ist unabhängig. Das solide wirtschaftende Nordeuropa, besonders auch Deutschland werden letzten Endes bluten müssen. Das könnte zu einer gravierenden EU Krise führen. Merkel hatte konsequent die Macron Finanzideen ignoriert. Und nun hat sich Merkel gegen Ende ihrer sehr erfolgreichen Tätigkeit einem riesigen Flop geleistet, der sich ungünstig zulasten der deutschen Bevölkerung auswirken kann.

Gerd Wenzel

Grünwald

Frau Merkels Hinterzimmerpolitik muss bis zum Ende ihrer Dienstzeit jedem Deutschen Angst machen. Es fängt an mit ihrer Personalpolitik in der Ministerriege. Jedes Unternehmen ging Pleite mit dem Fachpersonal. Was mir persönlich Angst macht. Wann verkauft sie uns Herrn Erdogan als sozialen Menschenfreund, die Türkei als Sozialstaat der wirtschaftlich in der Weltspitze rangiert, um die Türkei bis 2021 als Vollmitglied der EU und der Währungsunion zu holen. Natürlich im Hinterzimmer ausgeklüngelt. Gute Nacht Deutschland.

Ernst Schrick

Karlsfeld

Unsere starken Frauen: Also, es ist schon geradezu hanebüchen, wie gerade unsere Frauen in den Leserbriefen gegen Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Frau Ursula von der Leyen wettern und negativ über sie herziehen. Also, mir ist da gar nicht bange, denn beide haben schon ihre Fähigkeiten bewiesen, dass sie etwas leisten und erreichen können. Zu behaupten, die EU Kommissionspräsidentin hätte keine Mittel, um ihre Zusagen umzusetzen ist geradezu lächerlich. Denn der EU Finanztopf ist prall gefüllt, die Mittel müssen nur sinnvoll eingesetzt und verteilt werden. Wir Deutschen sollten stolz sein, dass wir mit einer Frau wieder ein sehr wichtiges Amt in Europa besetzen dürfen und nicht billige Demontage und Demagogie dagegen betreiben. Lassen wir unsere tüchtigen Frauen erst mal 100 Tage in Ruhe arbeiten, dann kann man eine erste Bilanz ziehen. Die Art, wie Frau von der Leyen ins Amt kam, hat sie selber sicher nicht gut gefunden, aber die Mehrheit der anderen Staatschefs war nun mal gegen Herrn Weber, warum auch immer. Dass ausgerechnet unsere 16 SPD-EU- Mandatare gegen sie gestimmt haben, ist ein Skandal und wird der SPD in ihrem Kampf um Wähler ganz sicher noch sauer aufstoßen. In diesem Sinne sollten wir unseren Damen die Daumen drücken und nicht alles von vorne herein als negativ hinstellen.

Hermann Taber

Oberammergau

Die signifikanten Verluste der SPD bei den Wahlen der letzten Jahre haben viele Gründe und Ursachen, die auch, aber eben nicht nur, einem Eigenverschulden dieser Partei zuzuordnen sind. Im Kontext der Wahl von Frau von der Leyen zur Kommissionspräsidentin, der SPD nunmehr den schwarzen Peter zuweisen zu wollen, entbehrt jeder Logik. Die SPD vertrat bei den Europawahlen das Programm der SPD und damit als Spitzenkandidat dieser Fraktion Herrn Frans Timmermans. Selbst wenn Herr Weber als Wahlsieger zum Präsidenten gewählt worden wäre, hätte dies mit den Stimmen der EVP, also der stärksten Fraktion erfolgen müssen. So wird dies auch bei der Wahl zum Bundeskanzler gehandhabt, bei der letztendlich der Kanzler oder die Kanzlerin mit den Stimmen der stärksten Fraktion bzw. Koalition gewählt wird. Der eigentliche Skandal, wie in zahlreichen Leserbriefen zurecht angeführt wurde, ist die Umgehung dieses zunächst demokratischen Wahlprozederes durch die bekannten merkwürdigen „Hinterzimmeraktivitäten“. Wieso, Herr Anastasiadis, soll die SPD jetzt plötzlich für Frau von der Leyen uneingeschränkt stimmen? Weil sie Partner in der GroKo ist? Weil Frau von der Leyen eine deutsche Politikerin ist? Ich ging bisher davon aus, dass man in Europa noch immer den Wählerwillen umsetzen muss, dass man europäisch denken und dass gegebenenfalls Kompetenz an erster Stelle bei der Besetzung hochrangiger Ämter stehen sollte. Im normalen Leben sollte ein Karrieresprung dann erfolgen, wenn man eine Tätigkeit erfolgreich durchgeführt bzw. abgeschlossen hat. Einen Erfolg kann ich bei Frau von der Leyens bisheriger Aufgabe und Verantwortung als Bundesministerin für Verteidigung beim besten Willen nicht feststellen. Herr Anastasiadis, ich schätze zumeist Ihre Kommentare, weil diese eine klare Sprache sprechen und weil Sie viele Dinge auf den Punkt bringen. Bei manchen Themen, zum Beispiel das SPD-Bashing empfehle ich Ihnen freundschaftlich, den Tunnelblick etwas zu öffnen. Dafür stehen Ihnen, wie wir alle wissen, drei Dimensionen zur Verfügung.

Prof. Dr. Josef Binder

Penzberg

Als treuer und langjähriger Wähler und auch früher als Kämpfer für die CSU brennt mir Folgendes unter Nägeln, nämlich: 1. Ich bedauere sehr, dass der brave Wahlkämpfer Manfred Weber, den ich und sehr viele andere das Vertrauen bei der Europawahl am 14. Oktober 2018 gegeben haben, nun leider nicht Kommissionspräsident wurde. Nun hat diesen Posten die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit nur hauchdünner Mehrheit (383 Abgeordnete votierten dafür, 327 dagegen, 22 enthielten sich bei der Abstimmung) von nur neun Stimmen Mehrheit übernommen. Nun sei doch die Frage erlaubt: Wäre es nicht ehrlicher für die zur Wahl gegangenen Staatsbürgern gewesen, die Person an die Spitze zu bringen, die auch in der großen Wählerliste aufgeführt war? Fühlt sich diesbezüglich der Wähler nun nicht doch betrogen? Ist es verwunderlich, wenn künftig nun viele brave und anständige Wähler wegen Staatsverdrossenheit nicht mehr zu Wahl gehen?

2. Annegret Kramp-Karrenbauer, die als Nachfolgerin von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel den CDU-Vorsitz übernimmt, wird im Herbst dieses Jahres auch Verteidigungsministerin als Nachfolgerin von Ursula von der Leyen. Also zwei Posten zugleich! Gibt es hierbei folgerichtig Doppelbezahlung? Ist sie mit einem Posten wohl noch nicht genügend ausgelastet?

3. Ist es nicht erfreulich und verbesserungsfortschrittlich, wenn nun die drei genannten Posten in der Großen Politik von namhaften Frauen besetzt werden?

Ernst Hedwitschak

Dachau

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