China weitet ungehindert Wirtschafts- und Militärmacht aus

Friedemann Diederichs: Eine grobe Fehlkalkulation; Kommentar 19. Mai

Das tägliche mediale Artilleriefeuer auf Donald Trump scheint langsam Wirkung zu zeigen und der Mann der glaubte sich mit seinen Milliarden gegen Medien und die Politikfirma in Washington zu behaupten, ist wohl bald sturmreif geschossen. Für die Lage in den USA und in der Welt ist er allerdings nicht verantwortlich. Großsprecherisch, unberechenbar und gefährlich sei Trump. Ganz das Gegenteil vom geschmeidigen und weltoffenen Vorgänger. Der erhielt 2009 den Friedensnobelpreis für seine Vision einer Welt ohne Atomwaffen. Wann spricht man eigentlich von Populismus? Ein altes Bibelwort sagt: Nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Mit dem Iran schloss Obama ein Atomabkommen. Damit legte er dem Regime, das jährlich Tausende von Menschen ermordet und mit Truppen und Geld die Kriege im Irak und Syrien unterstützt, langfristig gesehen die Atombombe in die Hand. Kim Jong Un, ließ er unbehelligt an seinem Atomprogramm arbeiten, bis es zu spät war und Nordkorea eine akute Bedrohung für die Länder in dieser Region geworden ist. Der Irak, bereits auf einem guten Weg, ging nach seinem sofort angekündigten Rückzug der US-Truppen in Flammen auf und der IS marschierte in Richtung Bagdad. Libyen bombardierte Obama zu einem Failed-State, in dem seither marodierende Mörderbanden das Regiment haben und das Geschäft mit den Flüchtlingsströmen kontrollieren. In Syrien ließ er, aus Angst, den gleichen Fehler wieder zu machen, Assad mehrere „rote Linien“ überschreiten und tat - nichts. Stattdessen ließ er Russland freie Hand. Die nutzten ihre Chance bauten ihre Militärmacht im nahen Osten aus. In der Ukraine machte Russland sich die Schwäche Obamas zu nutze und holte sich sein Eigentum, die Krim und die mehrheitlich russisch bewohnten Gebiete in der Ukraine zurück, was zu einem Bürgerkrieg und erneutem Blutvergießen führte. In Afghanistan hat der Abzug der US-Truppen die Fortschritte der letzten 15 Jahre in kurzer Zeit zunichte gemacht. Die Taliban erobern Schritt für Schritt das Land zurück und werden ihre Terrorherrschaft aufs Neue errichten. Die größte Gefahr für die Welt in der Zukunft ist jedoch die ungehinderte Ausweitung der Wirtschafts- und Militärmacht China. Dem Aufschütten von künstlichen Inseln in den umstrittenen Seegebieten der dortigen Region hatte Obama nichts entgegenzusetzen. Was blieb von seinen großsprecherischen Ankündigungen? Hunderttausende Tote und eine Vielzahl offener ungelöste Konflikte die das Potenzial haben einen Weltkrieg auszulösen, hinterließ der Friedensnobelpreisträger Obama. Konnte man am Beginn seiner Amtszeit mit all dem rechnen? Nein, dieser Mann war wirklich unberechenbar. Er war wirklich gefährlich. Mit den Worten „Yes, we can“, nahm Barak Obama die Menschheit an der Hand und führte sie direkt an die Pforte der Hölle, über der geschrieben steht: „Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren.“ Und trotzdem wird in den Medien über ihn nach wie vor wie von einem Heiligen gesprochen. 

Christian Tuscher Peißenberg

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