Leserbrief

Vor weltlichen Gerichten

Mord aus religiösem Hass; Politik 13. April

In Dresden wird derzeit gegen einen 21-jährigen Syrer verhandelt, welcher 2015 als Flüchtling bei uns aufgenommen wurde. Er hat zwei männliche Touristen für ein Homopaar gehalten und diese Sünde mit dem Tode be-straft, einen getötet, einen schwer verletzt. Der Täter sagt, er lehne das irdische Gericht ab, das nicht zu bewerten habe, was er getan hat. Es ist erschreckend, wie teilweise die Radikalisierung zunimmt, wer sich das Recht anmaßt, dass man Andersgläubige in Namen Allahs töten darf. Wir leben in einem freien Rechtsstaat, für den wir besonders dankbar sind, wo man das Leben nach eigenem Ermessen führen kann und unter dem Schutz des Staates steht. Verbrechen werden von weltlichen Gerichten abgeurteilt, die nach Recht und Ordnung urteilen. Daher ist in unserer Gesellschaft kein Platz für jene, die dies nicht akzeptieren und sich auf Allahs Weisungen berufen. Von unserem Staat wurde viel geleistet, als in der Mitte des letzten Jahrzehnts Scharen von Flüchtlingen vor der Grenze standen und aufgenommen werden mussten. Aber manche versuchen, unsere Rechtsordnung ins Schwanken zu bringen. Was dazu führt, dass solche Rechtsbrecher Unfrieden unters Volk streuen, wobei die friedlichen Zuwanderer aus den Kriegsgebieten, die sich bemühen, nach Recht und Ordnung zu leben und zu arbeiten, in ein falsches Licht gestellt werden. Daher ist es für unsere Gerichte bestimmt keine leichte Aufgabe, so zu urteilen, dass solchen Hasspredigern das Handwerk gelegt wird und sie hinter Gittern verschwinden oder in ihr Land zurückgeführt werden.

Josef Fenninger senior

Weibhausen

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