Wasser in wessen Hand?

Danke an alle Leserbriefschreiber. Man merkt, wie ihnen unser Trinkwasser am Herzen liegt.

Es wird uns doch gelingen, diesen unfähigen EU-Parlamentariern die rote Karte zu zeigen. Sie kümmern sich um Dinge, welche sie nichts angehen, wie unser Trinkwasser oder das Reinheitsgebot oder wie viel Fett ein Leberkäse enthalten darf. Eine klare Aussage von Politikern bzw. von kirchlicher Seite wäre jetzt erforderlich. Ich bin aus Aßling und bin bedient, wenn jemand viel verdient ohne zu dienen. Und das trifft auf diese Politikmafia in Brüssel zu. Übrigens sind wir weder auf den Euro noch auf Europa angewiesen, sondern Europa auf uns.

Rudi Müller Aßling



Bei dieser Verschuldung, die jedem Bürger schon zwangsmäßig, weit über eine vierte Generation aufgebürdet wurde, wäre es mal an der Zeit, bei diesem kriminellen Wahnsinn mit einer Wasserprivatisierung durch die EU, dass Regierung/Politiker sich ihrer Mitbestimmung, so die nicht nur propagandiert wird, besinnt, sich stark macht und endlich einmal zum eigenen Volk steht.

Helga Breton Weilheim

Den vielen Leserbriefen zu diesem traurigen Thema ist inhaltlich nichts mehr hinzuzufügen. Aber was kann man tun, wenn man von vielen seiner Volksvertreter ganz offensichtlich nur als Stimmvieh, das sich gefälligst ruhig halten soll, betrachtet wird. Und da wäre mein Vorschlag: Nicht nur in Form von Leserbriefen seine Meinung kund tun, sondern jeder, der nur irgendwie Zeit dazu findet, sollte seinen oder allen Abge- ordneten in Erinnerung rufen – im September ist Wahltag. Und das auch dann selbst nicht vergessen, denn auf das kurze Gedächtnis des Wählers wird ganz sicher spekuliert. Was muss man von Abgeordneten halten, die es nicht verstehen können, wollen oder gar dürfen, dass es bei dem Thema Trinkwasser um unser elementarstes Über-Lebensmittel geht, das man nicht der Gier des Marktes – sprich der Konzerne – ausliefern darf. Wir können getrost auf ein eventuell späteres Gezeter von Herren wie eines Herrn Ferber oder Herrn Posselt verzichten, wie: „Das haben wir nicht geahnt und nicht gewollt, dass das sich so entwickelt bla, bla, bla“. Aber nicht nur die – oder zumindest offensichtlich viele – EU-Abgeordnete haben das Problem nicht erkannt, nicht so ernst genommen, vielleicht auch verschlafen, nein auch hier im Lande gilt das gleiche für die Verantwortlichen, die jetzt auf einmal so aufschreien. Na ja, vielleicht kann es ja Mutti Angela noch richten, wenn sie denn will. Ich für meine Person werde mich auf jeden Fall im September in meiner Wahlkabine an den weiteren Verlauf zu diesem Thema erinnern.

Hans E. Kölbl München

Alle aktiven, abgehalfterten und aufs Altenteil nach Brüssel weggelobmobbten Politiker sind aufgerufen, ihren Einfluss, so sie ihn denn haben, geltend zu machen und gegen die lobbyhörigen EU-Kommissare aufzustehen- und nicht nur reißerisch anzugeben! Es darf nicht sein, dass von Brüssel aus derart in kommunale Belange hierzulande eingegriffen wird und unsere Versorgungssysteme feilgeboten werden! Wenn wir nicht alle auf die Barrikaden gehen mittels der angegebenen Adresse www.right 2water.de dürfen wir später nicht klagen, wenn Brüssel uns die Luft zum Atmen abschnürt! Jetzt muss die angeblich mächtigste Frau, Merkel, beweisen, ob sie dieses Attribut auch wirklich verdient!

Thea Cramer München

Habt ihr es alle noch nicht kapiert? Hier geht es um einen weiteren Schritt zur Vervollständigung der Weltherrschaft. Wasser ist Lebensgrundlage Nummer eins. Wer das Wasser beherrscht, beherrscht die Welt. Peter Scholl-Latour hat schon vor Jahren davor gewarnt. Es wird keine Kriege mehr geben um das Öl, da werden Alternartiven generiert. Aber es wir Kriege um das Wasser, und somit um das Überleben von Völkern geben. Alles Wettern und Schimpfen nutzt nichts. Die Konzerne, die die Welt beherrschen, zum Beispiel im Bereich der Finanzen, Lebensmittel, Pharmazie usw. sind jetzt schon so groß, dass der kleine Bürger dagegen keine Chance mehr hat. In allen wichtigen Gremien – logischerweise auch in Brüssel – sitzen deren Mittelsmänner. Es wird Zeit, aufzustehen und auf die Straßen zu gehen und zu kämpfen für unsere Zukunft. Wann fangen wir endlich damit an?

Markus Kammermeier Odelzhausen

Das Unterfangen der EU die Trinkwasserversorgung in Europa zu privatisieren trägt für mich schon schizophrene Züge. Wasser ist elementarer Bestandteil unseres Daseins und darf nicht zum Spielball für profitsüchtige Unternehmen werden. Ein solches Handeln rächt sich sonst irgendwann bitter. Und dann hilft den Verantwortlichen auch keine Flucht in ihre gesicherten Domizile mehr. Diese Entwicklung gilt es mit allen demokratischen Mitteln zu verhindern. Ein Beispiel für das paradoxe Handeln. Bei uns in Eching gibt es seit über 25 Jahren den Verein „Arbeitskreis Entwicklungshilfe E.V. Eching“, der sich unter anderem sehr stark für Trinkwasserbrunnenprojekte in der dritten Welt engagiert. Informieren kann man sich unter www.ake-eching.de. Warum ich darauf hinweise? Diese Projekte errichten eigene Brunnen für die Bevölkerung, damit sie nicht mehr von Wasserhändlern abhängig ist, die diese Abhängigkeit teilweise schamlos ausnutzen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Privatunternehmen sozialer verhalten werden, wenn sie das Monopol haben. Aber vielleicht bohren dann Unternehmen aus der dritten Welt Brunnen für uns.

Hans-Joachim Diedering Eching

Dirk Walter: „Verhängnisvoller Beschluss“; Kommentar 25. Januar, „Wasser ist keine Privatsache“; Leserbriefe 28. Januar

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