Leserforum

Wasserwacht in Sorge

Cornelia Schramm: Helfer müssen helfen können; Kommentar 16. August

Es ist richtig, dass man fast jeden Tag Badeunfälle mit tödlichen Verlauf in der Zeitung lesen muss. Nicht allein Kinder sind hier betroffen, sondern hauptsächlich ältere Menschen, die sich einfach zu viel zumuten. Ich selbst habe erst vor Kurzem ein solches Horrorerlebnis von einer guten Bekannten, mit der ich beim Schwimmen war, miterlebt. Die Wasserwacht am Wörthsee war nach meinem Hilferuf sofort zur Stelle, sie haben alles mögliche versucht, um ein Überleben zu gewährleisten. Trotz kurzer Wiederbelebung ist sie dann im Krankenhaus gestorben, was eine starke seelische Erschütterung für die Angehörigen und für mich war. Mein Appell an die ältere Generation: Sich nicht überschätzen und Badehilfen in Anspruch nehmen. Und für die Wasserwacht hoffe auf volle Unterstützung und Würdigung für dieses Ehrenamt.

Monika Kotter

Hohenlinden

Die Wasserwacht will aufrüsten, das kann ich nur begrüßen. Der Etat, den die bayerische Staatsregierung hier für Material wie Boote oder Fahrzeuge zur Verfügung stellt, ist im Vergleich zu anderen Rettungsorganisationen deutlich unterfinanziert und müsste verdreifacht werden. Allerdings ist das Ganze ohne gut ausgebildete ehrenamtliche Helfer, die Tag und Nacht zur Verfügung stehen, nutz- und sinnlos. Hier besteht oft ein echtes Defizit. Ausbildungen müssen schneller abgeschlossen werden und der Weg dahin entbürokratisiert werden, sonst wird jede Anstrengung in die Richtung Optimierung verpuffen. Darüber hinaus muss an großen Gewässern in Bayern der Berufs-Wasser-Retter die Rettungskette ergänzen. Nur mit ehrenamtlichen Kräften wird eine flächendeckende optimale Versorgung in der Wasser-Rettung der Zukunft nicht möglich sein.

Bernhard Heidl

Vorsitzender der Wasserwacht Miesbach

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