Wie Unfälle verhindert werden können

Wie Unfälle verhindert werden können

Martin Prem: Vermeidbare Opfer; Kommentar 4. Juli, „Die Strafe muss wirklich wehtun“; Bayern und Verkehrssituation führt zu Unfällen; Leserforum 5. Juli

Bei den Leserbriefen zu dem schlimmen Busunglück, bei dem wieder einmal unschuldige Menschen zu Tode kamen, vermisse ich folgende Frage: Wieso kann ein Verkehrsteilnehmer denn überhaupt in ein Stauende fahren (rasen?) oder auf einen Vorausfahrenden auffahren? Das ist völlig unmöglich, wenn er seine Fahrweise an die Verkehrssituation anpasst! Der vorausfahrende Sattelzug war ca. 30 km/h schnell, der Bus fuhr mit 60 km/h auf diesen auf.

Als Busfahrer hat man darüber hinaus den enormen Vorteil, wesentlich höher als manche Autofahrer zu sitzen und kann so viel früher eine Gefahrenstelle erkennen. Sollte der Bus früher in Brand geraten sein, hätte man als Fahrer noch rechtzeitig reagieren können.

Leider müssen die sogenannten Notbrems-Assistenzsysteme erst bis November 2018 für ältere Busse nachgerüstet sein. Warum hat der Gesetzgeber mit diesen Fristen so lange gewartet?

Bernhard Reisinger
Fürstenfeldbruck


Ein Bußgeld von 20 Euro beziehungsweise wie manche vorschlagen bis 160 Euro interessiert leider keinen deutschen Autofahrer. Es helfen wahrscheinlich nur wirklich Strafen, die wehtun. Wie berichtet, funktioniert das Ganze hervorragend in Österreich, Slowenien etc. – dort gibt es auch entsprechende Maßnahmen. Bitte alle Feuerwehr-, Rettungs- und alle anderen Fahrzeuge mit Kamera am Armaturenbrett ausrüsten. Nach dem Einsatz auswerten und wer sich nicht an Rettungsgassen hält per Kennzeichen belangen mit vier Wochen Fahrverbot. Und dazu noch entsprechende Geldbuße. Dies dürfte die einzige Möglichkeit sein, die auch den Beweis liefert.

Michael Stock
Bockhorn


Die Rettungsgasse kann meiner Ansicht nach verbessert werden nach folgender Regel: Der Unfall auf der Autobahn wird gemeldet und die Polizei fährt mit dem Einsatzwagen zur Unfallstelle (in Fahrtrichtung Ost nach West auf der Gegenfahrbahn), um schnellstens dort anzukommen. An der Spitze des Unfallortes wird umgehend die Fahrtrichtung gesperrt. Die Sperrung wird gemeldet und die dort schon wartenden, angeforderten Versorgungsfahrzeuge Notarzt, Rettungswagen und Feuerwehr können von der nächsten Ausfahrtstelle in die „Einfahrtstrecke“ ungehindert einfahren. Auch kann, weil die Strecke frei ist, wenn nötig ein Hubschrauber landen. Abschleppwagen können auch die Strecke freimachen.

Somit sind die schnellste Versorgung der Patienten und die Freigabe des Verkehrs gewährleistet.

Jürgen Stein
Forstinning

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump trampelt
Marcus Mäckler: Der Brandstifter; Kommentar 7. Dezember
Trump trampelt

Kommentare