Nur gegen Bezahlung

Georg Anastasiadis: Simple Gleichungen; Kommentar 23. März

Sie legen Ihren Finger in eine offene Wunde gerade der christlichen Wohlfahrtsverbände. Diese verrichten einen erheblichen Teil ihrer Arbeit gegen staatliche Bezahlung. Insofern sind sie nicht Nachfolger des Barmherzigen Samariters. Der trägt die Kosten seines Handelns nämlich selber. Stattdessen stehen sie in der Nachfolge des Wirtes aus demselben Gleichnis. Der Wirt leistet Hilfe gegen Bezahlung. Das ist nicht unrecht, aber auch nicht christlich. Es ist gewöhnliche gewerbliche Dienstleistung. „Ohne Geld kann Nächstenliebe nicht fließen“, hat der Caritas-Diözesanverband in seinem Geschäftsbericht 2007/2008 getitelt. Keine Liebe ohne Bezahlung – das ist das Geschäftsmodell des Rotlichtviertels. Der Spruch signalisiert dringenden geistigen Reformbedarf im Wohlfahrtsbereich.

 Prof. Dr. Johannes Schroeter Großkarolinenfeld

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