Zorn über Zornedinger Drohungen

Es ist erschreckend, welche Aggressivität die Terroristen von rechts entwickeln.

Natürlich verstecken sich diese kriminellen „Verteidiger des Abendlandes“ feige in der Anonymität. Wer seine Meinung offen äußert, wird attackiert, übel bedroht und muss sogar um sein Leben fürchten wie der Pfarrer von Zorneding und der Bischof von Bamberg. Pfui Teufel! Mut macht allerdings die große Lichter-Demonstration in Zorneding. Lassen wir uns nicht einschüchtern, noch sind wir Demokraten die Mehreren.

Dr. Ulf-H. Knabe Weilheim

Es ist erschreckend wenn man „ab nach Auschwitz“ als geschmacklose Flegelei, eine Morddrohung ist sie aber wahrscheinlich nicht.“ abtut. Das ist Zynismus, denn Auschwitz war das größte Vernichtungslager mit über einer Million toter Menschen.

Helmut Zierer Fürstenfeldbruck

Über die Demonstration in Zorneding Bericht von Robert Langer. Durch die Gnade der späteren Geburt, muss man zur Erkenntnis kommen dass Rassismus Dummheit ist, denn überall gibt es solchene und solchene. Genau so dumm ist es aber auch, alles durch eine rosarote Brille zu sehen. Es kommt halt immer auf die richtige Wortwahl an.

Sebastian Springer Schalldorf

Bravo! Endlich wieder eine Berichterstattung, mit der ein weltweites Aufsehen erregt wurde. Hier wird wieder einmal eine Gemeinde in Kollektivhaft genommen. Was hat Herr Olivier Ndjmbi-Tshiende von sich gegeben, um eine solche Gegenreaktion der CSU-Gemeinderatsmitglieder auszulösen? Wenn vor sechs Monaten, wie Herr Clement Obielu aussagt, noch alles in Ordnung war, muss es doch einen Auslöser für dieses Zerwürfnis gegeben haben. Denn von nichts kommt nichts!

Brigitte Ziegler München

Grundsätzlich ist Ihrem Kommentar bezüglich Morddrohungen gegen den Pfarrer in Zorneding nichts mehr hinzuzufügen. Ausdrücklich möchte ich Sie aber darin unterstützen, dass das Schweigen des zuständigen Erzbischofs beschämend ist und den Eindruck in der Öffentlichkeit hinterlassen kann: Nur nicht anecken mit Stellungnahmen. Es reicht eben nicht nur in internationalen Gremien einen guten Eindruck zu hinterlassen - man muss auch seinen eigenen Acker in der Diözese bearbeiten. In diesem Falle hätte Kardinal Marx schon wesentlich früher dem Pfarrer in Zorneding zur Seite stehen müssen. Mit zur Seite stehen, meine ich auch ganz konkret, in die Pfarrei Zorneding zu fahren und seinem bedrängten Priester während des Gottesdienstes am Altar an der Seite zu stehen. Hier nur dem Sprecher Herrn Kellner die Bühne zu überlassen ist ungenügend und auch der zuständige Weihbischof glänzte mehr durch Schweigen als öffentliche Stellungnahme. Dem betroffenen Priester ist zu wünschen, dass er weiterhin einen Dienst in einer liberalen Gemeinde leisten kann.

 Joseph Bachmeier München

Claudia Möllers: Wo ist der Kardinal?; Kommentar, Robert Langer: Flagge zeigen gegen Fremdenhass; Bayern, Die Entrüstung ebbt nicht ab; Leserbriefe 10. März 

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