Fußballverein und Menschenrechte

Andreas Werner: „Brücken und Gräben“; Kommentar, Andreas Werner und Hanna Schmalenbach: „Abgehoben?“; Sport 28. Januar

FC Bayern vertieft Beziehung zu Katar. Auch hier gilt wieder der Satz: Geld heiligt die Mittel. Bayern bekommt von Katar pro Jahr 5 Millionen. Für was? Von einem Land, das Menschenrechte mit den Füßen tritt. Wie weit will man beim FC Bayern noch gehen, nur um Geld für den Klub zu bekommen? Aber Beckenbauer hat ja gesagt, dort habe er keine Sklaven gesehen, die WM-Stadien bauen. Der Beckenbauer, der derzeit abgetaucht ist wegen der Korruptionsvorwürfe beim DFB im Zusammenhang mit der Affäre um die WM 2006. Wie weit wird es in unserem Land noch kommen? Oder frei nach dem Motto: Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen. Einfach nur traurig.

Dieter Adametz Moosach

Der FC Bayern macht also Geschäfte mit Katar. Sofort gibt es wieder Kommentare gegen dieses Vorhaben. Da wird sofort wieder die große Keule mit den Menschenrechten geschwungen. Das war bei Gaddafi, Saddam Hussein und vielen anderen genauso. Aber wohin hat das geführt? Zu Kriegen und immer mehr flüchtenden Menschen aus diesen Ländern. Wo ist hier der Aufschrei geblieben? In Ländern wie Saudi-Arabien, Katar usw. gibt es nun mal keine Demokratie, und das sollte man wie übrigens die Bevölkerung dieser Staaten akzeptieren. Oder hat schon jemand etwas von Massenflucht aus diesen Ländern gehört? Es wird immer Diktaturen und Unterdrückung geben, daran wird sich auch in 100 Jahren nichts geändert haben. Es gibt in diesen Länder genauso Gesetze, die wie bei uns einzuhalten sind. Das kann man gutheißen oder nicht, aber sofort wieder einem Verein, der nur wirtschaftliche Aspekte verfolgt, mit den Menschenrechten zu kommen, ist immer wieder dieselbe Leier. Da sollten die Oberlehrer der Grünen sich an der eigenen Nase packen, schließlich sind sie Politiker, die bis jetzt außer Geplapper, ich bin dafür, dass ich dagegen bin, nichts zustande gebracht haben. Sportvereine sind nicht dazu da, die Aufgaben der Politiker zu übernehmen, sondern in dieser traurigen Zeit Spaß und Ablenkung von den täglichen Problemen zu bringen.

Hans Winkler Schwaig

Auch interessant

Kommentare