Wie ein Fähnchen im Wind

„,Der Sport muss umdenken‘“; Sport 6. Dezember

Herr Neureuther, warum plötzlich diese Geisteswende? Als bekennende und engagierte NOLYMPIAnerin kenne ich seit der Bewerbung für Olympia 2018 und 2022 Ihre Gedanken, Ansichten und Ihr Engagement für OLympiJA. Alle Fakten (Gigantismus, olympische Auswüchse, Knebelverträge, Schulden und Naturzerstörung der ausrichtenden Orte etc.), die wir publiziert haben, wurden von Ihnen und Ihren Mitstreitern gebetsmühlenartig schöngeredet. Es war zweimal ein Kampf David gegen Goliath – den letzten haben wir in allen vier Orten gewonnen. Wir sind erleichtert, dass die Menschen die Fakten erkannt und die Märchen von OlympiJA durchschaut haben. Keiner der Orte wird aufgrund der deutlichen Ablehnung untergehen, denn die Vernunft hat gesiegt. Da Sie – wie Sie angeben – selbst von der Vermarktung profitiert haben, müssen Sie natürlich jetzt schnellstens einen anderen Weg einschlagen. Am Tag vor dem Bürgerentscheid Olympia 2022 haben Sie sich bei der letzten Veranstaltung in Garmisch noch „mächtig ins Zeug gelegt“ und dem Ort einen gigantischen Aufschwung prognostiziert. Jetzt drängt es Sie, die Fakten der Gewinner zu übernehmen, um groß im Gespräch zu bleiben. Finden Sie es nicht peinlich, sich wie ein Fähnchen im Wind zu drehen und so zu tun, als wären sie schon immer unserer Meinung gewesen? Die Wahl zum Präsidenten des DSV hätte natürlich den Vorteil für Sie, direkt an der Quelle der Ereignisse zu sitzen und Ihre Vermarktungsstrategien schon frühzeitig planen zu können. Super – so offene, uneigennützig engagierte Menschen braucht der Sport!
Ilse Schulz
Tutzing

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