Es war eine Ehre

FC Bayern feuert Ancelotti; Titelseite 29. September

Ciao, Trainer Ancelotti! Da werden wieder Erinnerungen wach, so zum Beispiel, die Wutrede von Ex-Trainer Trapatoni, der unmissverständlich den Bayern die Leviten las und auch die Spieler nicht verschonte mit Bemerkungen wie Flasche leer und was erlauben sich da einige. Es reicht – ich haben fertig! Demgegenüber zeigte sich Ancelotti wie ein Gentleman. Gefasst nahm er seinen Abschied als Trainer von FC München nachdem ihn die Bosse die Rote Karte zeigten. Es war eine Ehre, Teil der Geschichte der Bayern zu sein. Danke an den Club, an die Spieler und an die grandiosen Fans. Ciao! Nach dem verlorenen Spiel in Paris, konnte der Vorstands-Chef Rummenigge seine Wut kaum verbergen und teilte mit schneidender Stimme kräftig aus. Das, was wir in Paris gesehen haben, war nicht der FCB. Und ob, auf dem Spielfeld standen die Stars und Millionenkicker des FCB, die von den Franzosen vorgeführt wurden. Mag sein, dass die Taktik eine andere gewesen ist, aber ein Spiel dauert 90 Minuten und entsprechen reagieren, wird jeder Trainer nur die Spieler müssen dies auch umsetzen können. Lag es dann am Trainer? Gewiss nicht, denn schaut man sich die Noten für die einzelnen Spieler an, so gaben die Sportjournalisten acht Mal die Note fünf und drei Mal die sechs! Und was ist das für eine Mannschaft, wo die Hälfte der Spieler den Aufstand gegen den Trainer mokiert. Der eine, weil er auf die Bank verwiesen wurde, der andere, weil er des Öfteren ausgewechselt wurde u. a. Die Entscheidungen waren eben zu akzeptieren und Meuterei hätten die Bosse energisch unterbinden müssen. Ancelotti konnte eine erfolgreiche Trainerlaufbahn vorweisen, wo er in renommierten Fußballklubs tätig war und seine vertragliche Anstellung bis zuletzt ausüben konnte, nur nicht beim FC, da wurde er nach nur 15 Monaten gefeuert. Das gibt eigentlich zu denken. 

Eugen Simbeck Wolfratshausen-Waldram

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