Fehler eines Fußballschiris

Matthäus: „Zwayers Fehler unverzeihbar“; Sport 23. Mai

Jeder unvoreingenommene Kenner da- Fußballregeln wird in der - noch dazu wiederholten - Zeitlupe festgestellt haben, um welch eindeutigen Elfmeter es sich gehandelt hat, als Prince Boateng den Bayern Martinez im Strafraum foulte: wie er diesen von hinten von in den linken Fuß hackte und ihn damit von den Beinen holte. Da bedarf es gar nicht des eindeutigen „Krachs“, den der in der Nachspielzeit mitstürmende Verteidiger Matts Hummels gehört haben mag. Die Frage ist schlicht, was Schiedsrichter Zwayer auf seinem Videocontroller eigentlich (anderes!) gesehen haben kann. Für mich gibt es nur eine Erklärung des ganzen: Das Geburtstagskind und der Held des Tages hätten sich mit einer Revidierung seiner Feldentscheidung einer ihm selbst unverzeihlichen Ehrverletzung bezichtigen müssen. Seine nervöse Fuchtelei schon noch am Bildschirm sowie danach sein pathetisch-demonstrativer Armzeig in Richtung Eckfahne sprachen für mich Bände: Ich (!) lag und liege richtig! - Dem DFB wäre dringend anzuraten, bei der Ausbildung und Selektierung seiner Referees auch auf Charakterauslese der Art zu schauen, dass das Rechtbehalten seiner Leute per se, in Verbindung mit Karrierestreben (WM-Nominierung!) im Zaum gehalten wird. Abgesehen davon, dass der Videozirkus seinen Sinn verliert, ehe er so richtig begonnen, kann einem ja überhaupt angst und bange über „König Fußball“ sein. „Denk ich an Fußball(!) in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“. Leider stammt dies Wort nicht aus der Drauf- und Einsicht von Felix Zwayer. Der hält, wider besseren Wissens (?), lieber daran fest, keinen Kontakt gesehen zu haben. Aha!

 Wolfgang Klofat Wolfratshausen

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