Doch nicht alles gut

Marc Beyer: Ein Dammbruch; Kommentar 17. Mai

Dem Kommentar von Marc Beyer kann ich nur zustimmen. Warum unternehmen eigentlich die Fußballvereine der Bundesliga, die ja auch in der CL spielen nichts gegen die Vorgehensweise der FIFA? Haben sie kein Interesse daran, dass auch das normale Volk, das sich einen Bezahlsender nicht leisten kann oder auch nicht will, sich zumindest einige Spiele im Fernsehen anschauen kann? Aber auch die haben wohl nur Interesse daran, den Leuten das Geld aus ihrem kleinen Geldbeutel zu ziehen. Sollte sich das mit dem Bezahlsender als Erfolg herausstellen, dann ist es mit einem weiteren Dammbruch wohl nicht mehr weit und auch die Bundesliga-Spiele werden nicht im ARD/ZDF gezeigt. Vielleicht sollte aber dann doch mal wieder die schon oft geführte Diskussion wieder aufleben, die Fußballvereine an den nicht unerheblichen Kosten für die Sicherheit bei Spielen (Polizei/Rettung) zu beteiligen. Aber nein, das soll doch schön die Allgemeinheit tragen, denn das würde ja den Profit schmälern der durch die hohen Eintrittsgelder erwirtschaftet wird. Und die Spieler müssen ja auch ein wenig verdienen oder kosten immense Ablösesummen. In dem schönen Fußball-Deutschland ist halt doch nicht alles gut. 

Hartmut Feiden Neukeferloh 

Marc Beyer hat natürlich recht mit seiner Feststellung, dass es kein Grundrecht auf kostenlose Unterhaltung gibt. Andererseits gibt es aber auch kein Grundrecht für Vereine, Verbände und deren Beauftragte auf kostengünstige oder kostenlose Nutzung der für Veranstaltungen dieser Art notwendigen Infrastruktur. Hierzu zählen natürlich ebenso wie die bereitgestellten Stadien, die Anbindung derselben mittels öffentlicher Verkehrsmittel und Straßen und insbesondere der permanente Anfall hoher (und zunehmender) Kosten für die Sicherheit. Dies alles stellt der Fan, Bürger und Steuerzahler zur Verfügung. Dieser sieht sich dann gezwungen, über die Volksvertreter die Gegenrechnung zu präsentieren. Denn von alleine wird der Profifußball nicht zur Besinnung kommen, denn es gilt: „Geld schaltet Hirn aus - und Fairness sowieso!“ 

Walter Schmitz Eching am Ammersee

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was nun?
München als Leuchtturm – und vier große Verlierer; Sport 16./17. September
Was nun?

Kommentare