Mehr ein Spaßvogel

Günter Klein: Uns Poldi; Sport 24. März

Die Lobhudelei zum Abschied von Lukas Podolski aus der Nationalelf finde ich nicht angebracht. Nach einer zugegeben guten WM 2006 galt er neben Lahm und Schweinsteiger als die Zukunft im Team. Doch bei keinem Turnier danach konnte er mehr an seine Leistungen anknüpfen. Er brachte es zwar Dank Löw auf 130 Länderspiele. Doch gefühlte 80 Prozent davon waren Einwechselungen in den letzten 5 bis 10 Minuten. Ebenso waren seine Jahre enttäuschend. Mit Anfang 20 ist er in seiner Entwicklung stehen geblieben. Der negative Höhepunkt war die WM 2014 in Brasilien. Obwohl er bei seinem einzigen Einsatz gegen die USA bis zur Auswechslung unterirdisch spielte, drängte er sich nach den Titelgewinn beim Feiern in den Vordergrund, als hätte er den größten Anteil am Erfolg gehabt. Er diente dem Team mehr als Spaßvogel wie als Spieler.

 Michael Obermeier Inning

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