Das ist menschlich, nicht tierisch

Heinrich Lemer: Menschen wie Tiere; Kommentar 7. Februar

Kein einziges Tier auf dieser Welt benimmt sich so wie die sogenannten Fußballfans. So benehmen sich nur Menschen. 

Christine Werthschulte Hohenpeißenberg

Ihren Ausführungen zu den Ausschreitungen im Fußball kann ich voll zustimmen. Dem Vergleich mit den Tieren nicht. Welches Tier zeigt solches Verhalten?

 Michael Oberhofer Garmisch-Partenkirchen

Am Ende seines Kommentares über diese Ausschreitungen schreibt Herr Lemer: „Denn auf Vernunftsebene sind Menschen, die sich wie Tiere benehmen, nicht zu erreichen.“ Weil aber auch Herr Lemer nicht weiß, welche Tiere sich derart daneben benehmen, soll er bitte bei ähnlichen Vorfällen die Tiere heraushalten! Sich derart aufzuführen wie am Rande dieses Fußballspiels Dortmund gegen Leipzig sind ausschließlich menschliche Eigenschaften. 

Manfred Schelle Weßling

Wie Herr Lemer in seinem Artikel treffend feststellt, ist das Geschrei nach so einem brutalen Vorkommnis immer sehr groß. Viele, die in der Verantwortlichkeit involviert sind, geloben danach, dass alles getan wird, um künftig derartige Vorkommnisse zu verhindern. Was einmal mehr auffällt, ist aber die Tatsache, dass, was die Brutalität und auch den Umfang solcher Ausschreitungen anlangt, überwiegend in nördlichen Regionen vorkommt. Hier ist in erster Linie auf die Pyro-Vorfälle beim Pokal-Endspiel gegen den FC Bayern hinzuweisen. Eine für den BVB fast lächerlich erscheinende Strafe von 75 000 Euro war die Konsequenz. Der Ausschluss der Öffentlichkeit für den kommenden Spielbetrieb hätte vielleicht wirksam sein können. Nicht vergessen werden darf bei der Gesamtwürdigung die Rolle des Herrn Watzke. Wie zu lesen ist, hatte er in der Vergangenheit mit seinen Verbalattacken zur Emotionalisierung beigetragen, was ihn vielleicht sogar in die Nähe eines geistigen Brandstifters bringen dürfte. Einfach widerlich. Wenn in einem Stadion Transparente aufgestellt werden, wo zu lesen ist, dass man Pflastersteine auf Polizisten werfen will .Ja, wo sind wir denn? An jedem anderen Ort hier in Deutschland, hätte eine solche Ankündigung einen Straftatbestand erfüllt und das sofortige Einschreiten zur Folge gehabt. Die Frage ist deshalb erlaubt: Sind Fußballstadien strafrechtliche Freiräume? Wie Herr Lemer sachlich richtig formuliert, dass bei Menchen, die sich wie Tiere benehmen, mit Vernunft nichts erreicht werden kann. Es ist also höchste Zeit, dass die Politik reagiert. Jetzt in Dortmund, sind Familien mit ihren Kindern höchster Gefahr ausgesetzt gewesen. Man darf gespannt sein. Ich habe Zweifel, ob konstruktive Maßnahmen erfolgen. 

Leonhard Socher München

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