Was nun?

München als Leuchtturm – und vier große Verlierer; Sport 16./17. September

Der Oberbürgermeister Reiter und der Bürgermeister Josef Schmid der Landeshauptstadt München werden sicherlich jubeln nach dem die Fußballarena in Fröttmaning für die EM 2024 als eine mögliche Austragungsstätte nominiert wurde. Die Stadt München ist aber schon längst keine Sportstadt mehr! Die bayerische Landeshauptstadt hat die Sport-Infrastruktur sukzessive verkommen lassen. Die baufällige Tribüne des Olympia-Reitstadion in Riem wurde schon 2008 abgerissen - ein Fiasko für die Freunde des Reitsports. Ruderregatta- Anlagen in Oberschleißheim: Seit einem Ideenwettbewerb von 2014 sucht die Verwaltung der LH nach Möglichkeiten die Haupttribüne zu sanieren; ansonsten droht der Abbruch. Beide Sportanlagen waren bei den olympischen Spielen 1972 noch architektonische Vorbilder. Im März 1948 verfolgten mehr als 58 000 Zuschauer im städtischen Stadion in Giesing ein Fußballspiel des TSV 1860 München. Das Stadion an der Grünwalder Straße weist laut des Münchner Sportamtes von 1997 die höchste Nutzungsdichte aller Fußballstadien in Deutschland auf. Die Begrenzung der Zuschauer auf 12 500 ist in keinem Zusammenhang mit DFB-Auflagen zu sehen. Baurechtlich genehmigt waren bis 2012 weiterhin 30 100 Zuschauer. Die Stadt München hat bewusst den Zerfall von Tribünenbereiche in Kauf genommen. Auch hier fehlt der politische Wille die Sportstätte zu erhalten und zu sanieren. Was nun, Herr Dieter Reiter und Herr Josef Schmid? 

Klaus Winisch München

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