Leserbriefe

Stimmen zur Gewalttat in Augsburg

Scholz plant Steuer auf Aktien; Titelseite,Martin Prem: Heroischer Kampf gegen Investoren; Kommentar 11. Dezember

Mit Verwunderung lese ich: Scholz will für die neue Steuer Österreich, Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien mit ins Boot holen. Aber offenbar hat er noch nicht einmal die Zustimmung der eigenen Regierung. Wer regiert uns eigentlich? Befindet sich die Bundesregierung inzwischen im Auflösungsmodus? Oder hat die Bundeskanzlerin auf die Richtlinienkompetenz verzichtet, ohne dass wir davon erfahren haben? Ich finde diese Art zu regieren für das Ansehen Deutschlands in der Welt nur noch peinlich. Bitte legt Eure Ämter nieder und bemüht Euch endlich um einen echten Neuanfang mit substanziellen, ideologiefreien Inhalten!

Hannes G. Edelhäuser

Rottach-Egern

Sehr geehrter Herr Prem, ich gebe Ihnen absolut Recht wenn Sie schreiben - ich zitiere: „Man sollte nicht um den heißen Brei herumreden!“ Dann reden wir einmal Klartext: An Zinseinkünften hat der Normalverdiener bei dem inflationierten Geldsystem noch niemals Geld verdient, denn er war und ist dabei immer der Verlierer! Warum? Weil die drei Faktoren, die Inflationsraten, die in allen Konsumpreisen einkalkulierten Zinsen und die Steuern auf Zinseinkünfte jegliches positive Ergebnisse der Sparer zunichtemachen.

Fazit: Der Normalsparer könnte sich nur bei einem Zinssatz um die Nullmarke und nachhaltigem stabilen Geldwert eine sichere, langfristige Altersversorgung aufbauen, denn alles andere ist Augenwischerei und führt letztendlich immer zu dem Ergebnis, was wir heute zurecht beklagen!

Ob man Aktienkäufe bzw. Aktienspekulationen versteuern sollte, ist wieder eine ganz andere Frage. Ich persönlich halte davon sehr wenig, da es nur die Neiddebatte fördert. Was allerdings zwingend erforderlich wäre, dass die Dividendenausschüttungen, also die leistungslosen Einkünfte aus Kapitalvermögen, voll in dem Land zu versteuern sind, in dem sie anfallen.

Es bedarf also keines heroischen Kampfes gegen Investoren, sondern nur eine gewisse Steuergerechtigkeit, die scheinbar in Deutschland so schwierig zu sein scheint und zu allem Übel will der SPD-Mann Scholz diesem noch einen draufsetzen. Armes, reiches Deutschland!

Axel C. Baumgart

Rottach-Egern

Billionen von Spargeldern und die Wertschöpfung aus der Energiewende gehören zusammengeführt. Das erkennen unsere Politiker nicht. Wir bekommen für Geld auf der Bank keine Zinsen, verlieren also Geld. Spareinlagen dümpeln vor sich hin. Der Schatz von über 4 Billionen Euro soll da liegen bleiben und die Auswirkungen für die Sparer mit banalen Ideen abgefedert werden. Der Einsatz von Steuergeldern wird angedacht. Jede Menge Berater raten dem Sparer, in ein Finanzkonstrukt zu investieren, oder Aktien zu kaufen. Wer nicht will, schaut sprichwörtlich mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Beteiligungen in erneuerbarer Energie sind nur indirekt möglich. Ein Großteil der Erträge gehen dann durch Vermittlungsgebühren und Abschöpfung der Gewinne durch die kommerziellen Betreiber verloren. Ich rege seit Monaten über die Landespolitik an, die Bürger direkt an der Energiewende zu beteiligen. Die Rahmenbedingungen gibt es schon längst. Gründung von Solarpark Genossenschaften und Beteiligung über den Genossenschaftsbeitrag. Lieber Leser, geht die Kommunalpolitiker an. Ende 2018 gab es in Bayern nur 109 Solarparks auf Genossenschaftsebene. Ein kleiner Erfolg aber ein Mückenschiss gerechnet am Bedarf. Bei der Zahl 109 muss ich noch die Bürgerbeteiligung anzweifeln. Die Energie wird vor Ort benötigt und soll nicht bis von Norddeutschland nach Bayern transportiert werden. Mindestens 2000 Anlagen bis 2023 sind vorstellbar. Arbeitsplätze entstehen. Der Prozess kann wohl nur von unten, also vom Bürger über die Kommunalpolitik angeschoben werden. Amtierende Landes- und Bundespolitiker zu phlegmatisch, die Dynamik zu erkennen, wenn man so einen simplen Grundgedanken unterstützt.

Klaus Sieber

Greiling

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