Ein Schenkelklopfer vom Seehofer

Doppelpass: CDU contra Merkel; Titelseite, Georg Anastasiadis: Zerrüttet; Kommentar 8. Dezember, CDU verpasst Merkel einen Dämpfer; Titelseite, Georg Anastasiadis: Einsam an der Spitze; Kommentar 7. Dezember

Ein Doppelpass – wie praktisch! Den sollte sich doch jeder Bürger zulegen dürfen. Dann könnte ein jeder (gleiches Recht für alle!) die Vorteile des auserwählten Landes in Anspruch nehmen. Dennoch sehe ich keine Benachteiligung in meiner einzigen (deutschen) Staatsangehörigkeit. Auch wenn ich nicht nach Lust und Laune switchen kann. 

Friederike Karsten München

Dass sich die Parteivorsitzende der CDU gegen den Beschluss der CDU-Parteitagsdelegierten zur Rückgängigmachung der seit 2014 geltenden Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft stellt, ist – wenn man das Medienecho als Maßstab heranzieht – wohl eine große Sache. Allerdings wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Dieser Konflikt wird bald zu den Akten gelegt werden und für Frau Merkel ohne Folgen bleiben. Es ist richtig, dass die innere Ordnung einer Partei nach Artikel 21 Absatz 1 Satz 3 des Grundgesetzes demokratischen Grundsätzen entsprechen muss und ein Parteitagsbeschluss formal eine bindende Richtlinie für alle Parteivertreter darstellt. Allerdings setzen sich Regierungsmitglieder in der Praxis häufig zugunsten einer politischen Strategie über Parteitagsbeschlüsse hinweg. Dies ist vor allem – wie vorliegend – in politischen Koalitionen von zwei oder mehr Parteien, die dann die Regierung bilden, oft unausweichlich. Diese politischen Notwendigkeiten führen dazu, dass Konflikte mit Parteitagsbeschlüssen üblicherweise ohne Folgen ausgesessen werden. Und mit Aussitzen kennt sich Frau Merkel ja bestens aus. 

Michael Pfeiffer Neuhausen auf den Fildern

Dieses Ergebnis von 89,5 % empfinde ich nicht als Denkzettel, dafür ist es zu hoch. Was mich immer wieder schockiert ist die Wendepolitik, die Merkel drauf hat. Sie ist gegen die Maut, sie kommt, sie stößt das Energiekonzept gleich zweimal um und nun gegen die Burka, dagegen hatte sie sich vor Monaten ausgesprochen. Bitte, Ihr lieben deutschen Mitbürger, kann so eine instabile Kanzlerin Deutschland in der heutigen Zeit voranbringen? Sicherlich nicht! 

Ruth Schindler Augsburg

Das ganz Getue um die erneute Kanzlerkandidatur von Angela Merkel erlebe ich als Show. Sie hat keine Nachfolger aufgebaut und dann sagt sie, dass sie von anderen dazu gedrängt würde mit: Du musst! So wenig Selbstbestimmung bei einer Kanzlerin, Verantwortung schaut für mich anders aus, das allein wäre schon ein Grund für mich, sie nicht zu wählen. Ich fand ihre Flüchtlingspolitik unverantwortlich, sie hat das Dublin-Abkommen nicht eingehalten und sie war für TTIP. Wie kann man nicht sehen, dass die Globalisierung an ihre Grenzen stößt. Noch mehr Tanker auf den Weltmeeren, noch mehr Umweltverschmutzung, noch mehr Ressourcenverbrauch. Dann die Werbung von Präsident Obama für Frau Merkel. Geht gar nicht! Natürlich wurde er Angela Merkel wählen.

 Anneliese Huber Freising

Passend zum Titel waren die wutverzerrten Gesichtszüge von Mutti Merkel groß abgebildet. Warum? Die Wiederwahl zur Parteivorsitzenden erfolgte „nur“ mit 89,5 Prozent! Warum nicht mit 99,9 Prozent wie ernst beim guten alten Honecker? Da ist sie wieder die Arroganz der Unfehlbarkeit der Politiker, besonders wenn sie zu lange im Amt sind. Irgendwas geht doch do kaputt? Richtig, die Bodenhaftung. Wie tönte doch vor Kurzem unser Ministerpräsident Seehofer sinngemäß: Die Arroganz der Politik muss aufhören. Ein Schenkelklopfer, ausgerechnet vom Seehofer, aber wo er recht hat, hat er recht. Nicht lange darauf grölte der Huber Erwin, dass die Gegner der dritten Startbahn zukunftsblind wären und Frösche im Sumpf usw. Ausgerechnet so einer, der beim Debakel der Landesbank seine Finger mit drin hatte und dann unter plötzlichen Gedächtnisschwund litt. Dessen Ratschläge sind aber nicht allzu viel wert. Den größten Hund schoss aber erst wieder die von der Leyen ab, sinngemäß: Man muss dem Volk die Wahrheit/Politik mit einfachen Hauptsätzen erklären. Heißt andersrum: Dem doofen Wahlvieh, weil zu blöd, muss man Sachlagen so erklären, wie es diese zu verstehen hat. Macht nur so weiter, die AfD braucht eigentlich gar nichts machen. Ihr unendlich überheblichen Demokraten liefert denen doch eine Steilvorlage nach der anderen und kapiert es noch nicht. Stellt nur eure Merkel auf und dann sehen wir weiter! Dass die Vorausberechnungen der Demoskopen und sonstige Meinungsmache in allen Medien in die Hose gehen, sehen wir in den letzten Landtagswahlen bei uns, in England beim Brexit, den Wahlen in USA und Italien. Das dämliche Wahlvieh hält sich nicht daran, das Wahlvieh hat die Schnauze voll. Warum?

 Franz Bauer Freising

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