Problem nur gesamteuropäisch zu lösen

Dass Frau Merkel von ihrer Haltung gegenüber den Flüchtlingen nicht abweicht, war zu erwarten.

 Dass derzeit weniger Flüchtlinge zu uns ins Land kommen, ist den Österreichern und den Balkanstaaten geschuldet, aber nicht der Frau Merkel und ihrer Politik. Stellt sich doch die Frage, warum der österreichische SPÖ- Bundeskanzler ein bis Anfang Januar 2016 einer der größten Merkel Flüchtlingsverehrer, eine Kehrtwende in der österreichischen Flüchtlingspolitik vorgenommen hat. Die ÖVP mit ihrem Vizekanzler wird dem SPÖ-Kanzler erklärt haben, wenn nicht ab so fort die Flüchtlingspolitik der ÖVP umgesetzt wird, waren sie die längste Zeit SPÖ- Kanzler der Republik Österreich. Wir kündigen die Koalition auf und es gibt einen anderen Kanzler , sowie eine Regierung aus FPÖ und ÖVP. Der SPÖ-Kanzler ist mit samt seiner SPÖ-Versorgungsmaschinerie eingeknickt. Die Kanzleroption wollte der SPÖ-Kanzler dem Herren Strache dann doch nicht überlassen. Frau Merkel irrt ganz gewaltig, wenn Sie glaubt, Österreich und der Osten Europas nimmt die von ihr gewünschte Anzahl an Flüchtlingen auf. Dies wird so nicht geschehen. Die Lastenverteilung, die Frau Merkel anstrebt und mit der ihr eigenen Ideologie wird es so nicht geben. Europa wird eine weitere Bevormundung durch die deutsche Kanzlerin Merkel nicht hinnehmen und auch nicht ertragen wollen. Wenn die Außengrenzen Europas nicht strengstens kontrolliert werden, wird Europa ein Fiasko seinesgleichen erleben. Deutschland und Europa wird ersticken mit Flüchtlingen. Griechenland und die Türkei werden Deutschland noch finanziell auspressen. Frau Merkel ist jetzt schon gefordert, dies dann dem deutschen Steuerzahler zu erklären. Der nächste Flüchtlingsstrom sitzt bereits in den Startlöchern. Wenn Indien und Pakistan die geforderten finanziellen Mittel von Deutschland und Europa nicht erhalten, werden die nächsten Flüchtlingsschleusen nach Deutschland und Europa geöffnet. Wenn 1 % der Menschen dieser beiden Länder unterwegs sind, dürften dies zirka 17 Millionen in Richtung Deutschland und Europa sein.

Josef Reischl Bad Birnbach

Was Herr von Stackelberg schreibt ist stimmig. Angela Merkels Starrsinn hat Format. Erst verschleudert sie Milliarden an die Griechen mit der Begründung: Griechenland ist ein Teil der EU und soll es auch bleiben. Dass die sich halb tot lachen über die dummen Europäer, die mit dem Stock drohen und dann trotz Weigerung Reformen umzusetzen doch zahlen, ist Wahnsinn vom Feinsten. Die Bürger haben sich das gerade noch mal gefallen lassen. Aber nun ist Merkel drauf und dran mit ihrer Sturheit die Identität der Bürger infrage zu stellen. Da wird es substanziell. Der Bürger lässt sich zwar ungern in den Geldbeutel langen, sich aber sein Gefühl auf Heimat nicht so ohne weiteres nehmen. Unterschiedliche Kulturen sind nie kompatibel zu machen. Auch nicht mit dem schrecklichen Wort Toleranz. Es müsste zum Unwort erklärt werden. Denn, bin ich tolerant, verliere ich einen Teil meiner Identität. Dieser Verlust wird von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen und je nach Empfinden unterschiedlich ausgedrückt.

Richard Birk Freising

Die Einführung von Demokratie und Freiheit nach westlichem Muster ist, wie man erleben kann, nicht für jedes Land geeignet. Im Gegenteil, wo vorher einigermaßen Ruhe herrschte kommt es durch die Einmischung von außen zu Chaos und Krieg. Kommen dann noch Waffenlieferungen dazu, um die Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, wie Frau Merkel bemerkte, ist das an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Was die betroffenen Menschen in den Kriegsregionen dieser Welt brauchen sind keine Waffen sondern Ausbildung, anständige Arbeit mit gerechter Entlohnung und ein menschenwürdiges Dasein nach deren Wunsch und nicht um wirtschaftliche und militärische Interessen der Großmächte zu befriedigen. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben viele Demokratien immer noch auf Kosten anderer Staaten. Die Flüchtlingssituation ist der Bumerang einer jahrzehntelang verfehlten Politik, trotz einer Uno. Schon zu meiner Schulzeit hieß es: Sagt Euren Eltern, sie sollen für „Brot für die Welt“ etwas spenden, Bundespräsident Lübke fliegt nach Afrika. Das war vor über 50 Jahren. Wo sind die Gelder über so viele Jahrzehnte hingeflossen? Geändert hat sich seither nur sehr wenig.

 Hubert Theinl München

Jetzt fliegt Frau Mikl-Leitner ihre Flüchtlingslösung mit Tageskontingenten um die Ohren. Oder besser, fliegt den Griechen um die Ohren. Eine Lösung des Problems haben Österreich und seine Partner im Osten der EU blauäugig prognostiziert. Was ist passiert? Die Realität hat sie eingeholt. Das grenzenlose Europa ist Geschichte. Grenzenlos stattdessen das Grauen am mazedonisch-griechischen Stacheldrahtzaun. Die Allianz der Unwilligen ist zu einer Allianz wider die Menschlichkeit mutiert. Österreich, zuvor vorbildlicher Teil der Wertegemeinschaft EU, hat sich verabschiedet von humanitären Prinzipien, handelt nach dem Motto: Sollen doch die Anderen, soll insbesondere Griechenland sehen wie es mit dem ungebremsten Flüchtlingsstrom zurechtkommt. Solidarität innerhalb der EU sieht anders aus. Quo vadis Austria? Hans

Joachim Ehrhart Fischbachau

Unsere visionäre, unbeirrbare Kanzlerin kann zwar mit befreundeten Regierungs-Chefs umgehen, aber heute muss ein europäischer Politiker auch die störrischen slawischen Staatenlenkern und Orban aus Ungarn ins Kalkül ziehen. Sie beharren auf der Sperrung der Balkanroute und wehren selbst bescheidene Solidaritätskontingente ab, teilweise nehmen sie Zuwanderer aus der Ukraine mit einer Bevölkerung von 46 Millionen auf. Sie solidarisieren sich mit der EU allenfalls durch die Entsendung von Polizisten und, wichtig, sprachkundigen Beamten zur Identitätsprüfung an der Mazedoniengrenze, wo man richtigerweise nur Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten Syrien und Afghanistan durchlässt. Die 11 widerspenstigen slawischen (inklusive baltischen) Nationen plus Ungarn repräsentieren immerhin 103,5 Millionen Menschen, die den humanitären Merkel-Plan nicht wollen. Deshalb wird Angela Merkel trotz Ableugnung nicht um einen Plan B herumkommen. Je entschlossener wir alle Wirtschaftsflüchtlinge ausschließen, desto gerechter können wir die wirklich Asylberechtigten bei uns registrieren, in deutscher Sprache und Gepflogenheiten unterrichten und, falls überhaupt von ihnen gewünscht, integrieren. Schlimm genug, dass erst jetzt gut alimentierte Zuwanderer gehen müssen. Ungezählte sind untergetaucht.

Fritz Werner Weilheim

Lorenz von Stackelberg: Die Mission ihres Lebens; Kommentar, Kristina Dunz und Jörg Blank: „Dann muss ich ja weitermachen“; Politik 1. März

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