Feige und menschenverachtend

Sprengstoffanschlag auf BVB-Bus; Titelseite 12. April

Wenn es nicht so traurig wäre, so gemein und so gefährlich, dann sollte man diesen minderbemittelten Bombenlegern keine einzige Zeile, keinen einzigen Satz in den Medien widmen, denn egal, was sich solche Wichtigtuer auch auf die Fahnen schreiben – ob Allah (der würde sich im Grabe umdrehen, wenn er könnte) oder den Hass gegen einen anderen Fußballverein (Sport?) – ihr anonymes Tun ist nichts weiter als feige, menschen- und religionsverachtend in jeder Hinsicht und verdient seinerseits nichts als pure Verachtung! Da lobe ich mir doch den Titelbeitrag vom Tag davor: Das, was die Jungs von Neufinsing da auf die Beine gestellt haben – einen langen, schwer gesicherten Maibaum bei Nacht und Nebel zu stehlen, ohne einer Fliege, geschweige denn sonst jemandem etwas zuleide zu tun, ohne Gewalt, einfach nur mit Einfallsreichtum, Mut und Zusammenhalt - das verdient Bewunderung, das war ein klasse Meisterstück! Danke für dieses Titelbild! Hinterher wird das gute Stangerl nach zähen Verhandlungen ausgelöst – beide gegnerischen Parteien sitzen gemeinsam bei einer ordentlichen Brotzeit, vermutlich in gelöster und heiterer Stimmung – so sieht Leben aus! Und ich bin überzeugt, dass jede höhere Macht – so es eine gibt – ihre Geschöpfe so leben sehen will.

 Angelika Winkler Mammendorf

Nicht jeder hat ein Recht darauf, ein Leben wie Hans im Glück zu führen. Das gilt für Einwohner eines Landes genauso wie für Migranten. Den Behörden wird Versagen bei den Integrationsbemühungen vorgeworfen. Es wird sehr viel Geld in die Flüchtlingshilfe investiert. In Deutschland wie auch in anderen EU Staaten. Die Realität ist aber anders. Nicht jeder Flüchtling möchte überhaupt integriert werden. Personen, die mit dem IS liebäugeln, haben sicher nicht die Absicht, die demokratischen Grundwerte Europas zu teilen. Die Aufgaben eines Staates ist der Schutz seiner Bürger. Ein Rechtsstaat, wenn er überhaupt einer sein will, muss deutlich früher eingreifen. Es darf nicht sein, dass der Bevölkerung eines Staates zugemutet wird, erst nach Begehen diverser Attentate zu handeln. Hier müsste die Politik viel früher eingreifen. Als aktuelles Beispiel fällt mir der Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus. Es reicht nicht aus, wenn Regierungsmitglieder über Terroranschläge entsetzt sind und den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl bekunden. 

Elisabeth Findeisen Fürstenfeldbruck

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