Drohende Katastrophe

„Bayern nimmt Atommüll an“; Titelseite 9. Dezember

Oben genannter Artikel informiert darüber, dass am Kernkraftwerk Isar II ab 2021 bis 2045 oder noch darüber hinaus 7 Castor-Behälter mit radioaktivem Atommüll mit Zustimmung der bayerischen Staatsregierung eingelagert werden sollen. Natürlich kann sich Bayern als das unter Franz Josef Strauß atomeuphorischste Bundesland schlecht weigern, gefährlichen Atommüll innerhalb seiner Grenzen zu lagern! Aber muss es das Atomkraftwerk Isar II sein, das bei Katastrophen ebenso unsicher ist, wie das jetzt zwar abgeschaltete, aber immer noch sehr gefährliche Brennstäbe lagernde Isar I? Beide Atomkraftwerke sind nicht gegen Flugzeugabstürze bzw. Terroranschläge ausreichend geschützt, was im Ernstfall zu einer mittlerweile leider vorstellbaren Katastrophe (vgl. Tschernobyl und Fukushima) führen kann. Vor einigen Jahren ist bereits ein Flugzeug, Gott sei Dank einige Kilometer von diesen gefährlichen Atommeilern entfernt, abgestürzt. Welch unvorstellbare Katastrophe hier für die Bevölkerung im Umkreis von 30 km und mehr (Landshut, Ingolstadt, Moosburg, Freising, Erding) hätte passieren können! Die Millionenstadt München wäre sicher auch noch betroffen gewesen. Dazu kommt , dass schon jetzt die beiden Startbahnen des Flughafens im Erdinger Moos genau in die Richtung dieser Atommeiler zielen. Und nun wollen Politiker der Landes- und Bundesregierung (jüngst Verkehrsminister Dobrindt) auch noch eine 3. Startbahn in diese Richtung errichten! Ja, nehmen denn diese Politiker sehenden Auges eine solche drohende Katastrophe einfach so in Kauf?

Dr. Valentin Reitmajer Oberding- Aufkirchen

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