Erhebliche Probleme durch Niedrigzinspolitik

Banken planen neue Konto-Gebühren; Titelseite 18. April

Zu Söders Vorschlag, den Sparerfreibetrag zu verdoppeln: Endlich einmal eine vernünftige Idee, den Sparerfreibetrag zu verdoppeln. Von null Zinsen das Doppelte, das ist doch schon was, da werden die Sparer, die für das Alter und die Enkelkinder ein paar Euro auf die Seite gelegt haben, sicher vor Freude Luftsprünge machen. Sind halt doch die geistige Elite – unsere Politiker.

Johann Mair Weilheim

Banken planen neue Kontogebühren, Finanzminister Söder fordert eine Verdoppelung des Sparerfreibetrags auf Sparguthaben. Auf diesen Vorschlag des bayerischen Finanzministers haben unsere Kleinsparer sehnsüchtig gewartet. Bei 0,1 % Zins war bisher leider nur ein Sparvermögen von 801 000 Euro steuerfrei. Doch mit diesem Vorschlag können auch die Zinsen auf Sparguthaben bis 1,6 Millionen Euro steuerfrei bleiben! Endlich ein Gesetz für die kleinen Leute. Apropos, ab welcher Höhe der Spareinlagen sollen nun auch Sparer Negativzins an die Banken bezahlen?

Bernhard Friedl Neubiberg

Durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat unsere Volkswirtschaft erhebliche Probleme. Die Banken wissen nicht mehr wie sie das Geld ihrer Kunden anlegen können und haben kaum noch Gewinne. Es werden Filialen geschlossen und Personal entlassen. Die Sparer haben jährlich einige Milliarden weniger Zinsen als früher. Eine Verdoppelung des Sparerfreibetrages bringt den Normalbürgern nichts. Nur reiche Menschen, die an der Börse mit Millionen spekulieren, hätten Steuervorteile. Einen großen Vorteil hat die Bundesregierung, weil sie für die hohen Schulden kaum noch Darlehenszinsen zahlen muss. Von diesen hohen Zinseinsparungen sollte der Bund den Bürgern auf die Guthaben von Sparbüchern, Sparverträgen, Bausparverträge und Lebensversicherungen ein Prozent Zinsen gutschreiben. Wenn der bayerische Finanzminister ein feiner Kerl ist, dann zahlt er auch 1 % auf diese Sparverträge, weil auch Bayern für die Staatsschulden kaum noch Zinsen zahlen muss. Auf diese Art und Weise ginge es den Sparern und den Banken wieder besser. Die ganze Volkswirtschaft wäre wieder in Ordnung.

Peter Mörwald Allershausen

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