Zweifel an Merkels Worten

Nein, es war keine Volksverdummung in der Neujahrsansprache der Kanzlerin. Es war im Allgemeinen ein gutes Wort für unsere heutige Situation.

Sie hat auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es nach wie vor eine riesige Herausforderung für uns alle sein wird, die Flüchtlingsfrage zu bewältigen. Also keine Heile-Heile-Segen -Rede. Das ist eine Verleumdung Wenn wir, wie es für Christen ohnehin geboten ist, für sie und die ganze Regierung beten, wird uns die große Hilfsbereitschaft und die Offenheit unseres Volkes den Segen Gottes bringen – allen Unkenrufen der Leserbriefschreiber zum Trotz! Das ist es, was sie eben meint, dass unser Land von der Einwanderung profitiere. Sie belügt auch nicht unser Volk, wenn es Probleme von rechts oder links gibt. Sie ist nicht daran schuld, aber wir können schuldig werden, wenn wir rundweg alles Tun von ihr restlos verdammen! Was mir bei ihrer Aussage „wir schaffen das“ nicht reicht, habe ich ihr persönlich mitgeteilt. Wir schaffen es tatsächlich nur mit Gottes Hilfe! Das entspricht ja auch, soweit ich weiß, der Eidesformel „so wahr mit Gott helfe“. Wenn wir diese Hilfe nicht einbeziehen, dann muss man wahrhaftig Unglücksprophet werden, wie es etliche Schreiber allerdings vorzeitig meinen spielen zu können.

Helmut Kissel Pastor i. R., Bad Tölz

 

 

Wenn ich Frau Merkels Neujahrsansprache so höre oder lese, so erinnere ich mich spontan an die früheren DDR-Machthaber, die ähnlich mit Durchhalteparolen, Lob oder Tadel. Oder Fünf-Jahresplänen ihre Jahresansprachen gehalten haben. Wir im Westen haben darüber gerne gelächelt und das nicht ernst genommen. Jetzt aber haben wir diese oder ähnliche sinnlose Parolen hier und hören immer wieder, wir schaffen das, aber warum sollen wir? Dass diese angelockten und bedauernswerten Leute irgendwann Wohnung und Arbeit bekommen nach vielen Jahren, wollen oder können sie dann noch arbeiten und gibt es dann Arbeit? Für mich ist das Versprechen und Anlocken dieser Leute einfach eine Unmöglichkeit. Aber wahrscheinlich von langer Hand vorbereitet und wir als Gutmenschen und Retter aller, wir schaffen das, sagt heute unsere Machthaberin in ihrer Ansprache. Einfach so.

Edgar Maier Miesbach

 

 

Heiliger Zorn erfasste mich, als ich am Schluss der Neujahrsansprache von Frau Dr. Merkel wieder das „wir schaffen das“ hörte. Welch eine Unsensibilität gegenüber den 50 % Bundesbürgern – so die Umfrage –, die die Flüchtlingspolitik ablehnen. Man könnte annehmen, dass Frau Dr. Merkel dies völlig egal ist. 11 000 Asylsuchende sind an den Weihnachtsfeiertagen über die Grenze gekommen. Es ist doch auch eine Anmaßung gegenüber den ehrenamtlichen Helfern, die das „wir schaffen das“ tagtäglich umsetzen; nicht auszudenken, wenn es diese wunderbaren Menschen nicht gäbe. Auch gegenüber den Flüchtlingen ist es verantwortungslos, sie mit Versprechungen in das Land zu holen. Wie wohltuend und ehrlich waren hier die mahnenden Worte des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Heiliger Zorn erfasste mich weiterhin, als ich das Neujahrsprogramm in der ARD, ein öffentliches rechtliches Organ, las. Sage und schreibe drei Krimis wurden da in Folge zur besten Sendezeit gezeigt. Unglaublich und verwerflich ist dies angesichts unserer weltweiten Probleme. Es wäre wünschenswert, die Chefs der öffentlichen rechtlichen Medien an ihre kulturelle Verpflichtung zu erinnern.

Margot Fürst München

 

 

Zur Richtlinienkompetenz unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel fällt mir bei den Problemfeldern Flüchtlingspolitik, Bundeswehreinsatz in Syrien, TTIP-Abkommen usw. nur der bekannte Spruch von Bertold Brecht ein: „Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.“

Peter Fremuth Taufkirchen

 

 

Von 1933 bis 1945 war ein Diktator an der Macht und hinterließ einen Scherbenhaufen. Frau Merkel schmeißt das Porzellan an die Wand und die Volksseele kocht. Danke, Frau Bundeskanzlerin!

Klaus Reimann Murnau

 

 

Und das bei unverändert offenen EU-Grenzen, im Klartext: Alle nach Deutschland! Frau Merkel hat den Mutter-Teresa-Ruf weltweit weg ohne die Margaret-Thatcher-Bremse: Unser Land zuerst! Das kann nicht gutgehen. Wo bleiben die CDU-Granden mit sanftem Gegendruck?

Hans Steidl Vaterstetten

 

 

Danke, Frau Merkel, für das Sylvester-Geschenk der Terrorwarnung in München! Durch Ihren despotenhaften Satz – Ihr Flüchtlinge könnt alle zu uns kommen – haben Sie Tür und Tor geöffnet für zirka 300 000 unregistrierte, sogenannte Flüchtlinge, die Deutschland nun nach Belieben in Angst und Schrecken versetzen können. Wann treten Sie endlich zurück und machen Platz für einen Politiker, der demokratisch handelt, die Meinung des Volkes beachtet und zum Wohl und innerer sowie sozialer Sicherheit seines 80-Millionen-Volkes eintritt. Gehen Sie doch bitte zurück in Ihr Deutschland, nach dem es Ihnen erfolgreich gelungen ist, unser Volk und die Europäische Union zu spalten.

Hein-Peter Horschke München 

 

„Neujahrsansprache der Kanzlerin“; Leserbriefe 2./3. Januar, „Merkel: Lasst Euch nicht spalten“; Titelseite, „Flüchtlingszuzug eine ,Chance von morgen‘“; Politik 31. Dezember/1. Januar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wehrmachtssoldaten berichten über ihre Erfahrungen
41 Wehrmachtsandenken in Kasernen; Titelseite 18. Mai, Wehrmacht und Bundeswehr; Leserforum 19. Mai
Wehrmachtssoldaten berichten über ihre Erfahrungen

Kommentare