Gemeingefährliche Droge

Polizei: Cannabis entkriminalisieren; Titelseite, Marcus Mäckler: Drüber nachdenken!; Kommentar, Kriminalbeamte fordern Legalisierung; Weltspiegel 6. Februar

Wenn man als Kommentator schon der Meinung ist, dass „die Antwort auf die Legalisierungsfrage nicht einfach ist“, dann sollte man es sich selbst nicht zu einfach machen. Die Sache ist zu ernst, als dass man meint, sie mit bloßen Behauptungen wie „die Kriminalisierung von Cannabis führt nicht dazu, dass weniger Menschen kiffen“ beantworten zu können. Der Hinweis auf ein staatliches Regelwerk zeigt wie blauäugig das Thema behandelt wird. Hinsichtlich seines Ausfluges auf Steuereinnahmen, die dem Staat durch die Lappen gehen, hat Herr Mäckler wohl eine geistige Anleihe beim Witschaftswunderkind der Grünen, Herrn Dieter Janecek, gemacht, der vor einigen Jahren einen Steuereinnahmeverlust von 6 Milliarden Euro errechnet hatte. Dass der Chef des BDK diese Forderung in der BILD aufstellt, spricht für sich. Cannabis ist eine Droge, deren Missbrauch nicht nur für den Konsumenten, sondern auch für die Allgemeinheit äußerst gefährlich ist, also gemeingefährlich. Schon die geringsten Mengen können Realitätssinn und Wahrnehmungsvermögen negativ beeinflussen und deshalb zu falschen, fatalen Folgen zum Beispiel im Straßenverkehr führen. Das Fatale an der Droge ist, dass die Symptome Monate nach ihrer Einnahme auftreten können (sogenannter Flash-Back). 

Jakob Geltinger München

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