Legalisieren

Polizei: Cannabis entkriminalisieren; Titelseite, Kriminalbeamte fordern Legalisierung; Weltspiegel 6. Februar

Es wird Zeit, dass über dieses Tabu-Thema öfters berichtet wird. Alle Politiker sagen immer, es geht ihnen vor allem um den Schutz der Kinder. Das ist auch richtig so, aber ca. 95 Prozente der etwa vier Millionen Konsumenten sind Erwachsene. Und die sollten sich frei entscheiden können, ob und was sie zu sich nehmen. Obwohl ich kein Konsument bin, möchte ich einfach die Freiheit haben, Cannabis zu konsumieren. Legalize it! 

Doris Kapfer Garmisch-Partenkirchen

Es ist Zeit geworden, dass dieses Thema öffentlich behandelt wird. Herr André Schulz, Chef des BDK, wird anfangs zitiert „Die Prohibition von Cannabis ist willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend.“ Und das war schon die Stellungnahme von 2014! Selbst die Polizei hier wird wohl bestätigen können, dass es ein enormer Zeitaufwand ist, ständig den Papierkram wegen Konsumenten zu erledigen. Das sind Geld- und Zeitreserven, die anderweitig wichtiger wären. Herr Oliver Malchow, von der Gewerkschaft der Polizei, ist der Meinung, dass die „heilsame Wirkung auf jugendliche Konsumenten“ durch die Befragung auf der Polizeiwache ihr Leben positiv beeinflusst. Jedoch geht der Gedanke nicht weiter. Wann man als Jugendlicher ein bis zweimal mit Cannabis erwischt wird, bekommt man einen Eintrag in seiner Akte, der bei jeder Kontrolle abgerufen wird. Dadurch findet eine Stigmatisierung statt. Wenn Heranwachsende im Bierzelt eine Mass nach der anderen trinken, ist das Kultur. Sollte jedoch einer davor einen Joint rauchen, wird er verhaftet. Ich möchte keinen Drogenkonsum verharmlosen, jedoch ist nachweislich Alkohol und Tabak, legale Genussmittel, um ein vielfaches schädlicher als die Cannabispflanze. Ich bin natürlich der Meinung, dass Kinder und Jugendliche die Finger von legalen und illegalen Drogen lassen sollten. Jedoch für Erwachsene ist die schlimmste Nebenwirkung die Strafverfolgung.

 Kathrin Brunner Farchant

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