Gefahren der „weichen“ Drogen

Polizei: Cannabis entkriminalisieren; Titelseite, Marcus Mäckler: Drüber nachdenken!; Kommentar, Kriminalbeamte fordern Legalisierung; Weltspiegel 6. Februar

Die Einzelmeinung des Herrn vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ist weder zielführend noch intelligent. Im Gegenteil, sie ist gefährlich, da sie den Konsum von Cannabis verharmlost. Genau diese Verharmlosung (hier sogar eines Kriminalers) verführt die Jugendlichen zum Konsum, nicht das Verbot. Leider war aber diese Diskussion über eine Legalisierung zwangsläufig nach der Freigabe von Cannabis auf Rezept für Schwerkranke. Wer wie Herr Schulz glaubt, dass Gesetze wie das Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (BtmG) zum Konsum von Cannabis verleiten, hat eine sehr komische Rechtsauffassung. Dann müsste man doch auch den Ladendiebstahl legalisieren? Was durch legale Drogen geschieht, sieht man an den Toten des Alkohol- und Nikotin- und Medikamenten-Missbrauchs. Da nützen auch Steuern und Gruselbilder auf Zigarettenpackungen nichts. Wir brauchen nicht noch mehr legale Drogen, unsere Gesellschaft und besonders unsere Jugend kann damit nicht umgehen. Die Folgekosten der durch Cannabis schwer Geschädigten verbietet ein Recht auf diesen Rausch. Das Gegenteil glauben aber Gott sei Dank nur sogenannte Blödgekiffte, Hans Söllner und einige wenige grüne Politiker. Leider auch der BDK-Vorsitzende, aus dessen Gewerkschaft ich jetzt austrete. 

Thomas Loy 

Polizeibeamter Leiter des Kommissariates für Rauschgiftbekämpfung derKriminalpolizeiinspektion Weilheim

95 Prozent der Drogentoten durch harte Drogen, Heroin und ähnliches, fanden ihren Einstieg zur Drogensucht mit dem Beginn ihrer Karriere zum Nikotinsüchtigen in jungen Jahren, oft schon im Alter von 12 Jahren. 140 000 Menschen sterben jedes Jahr einen vorzeitigen Tod, jeder vierte im mittleren Alter zwischen 35 Jahren und 69 Jahren, dies sind ca. 35 000. Wenn 1400 Menschen an „Harten Drogen“ jedes Jahr sterben und dafür zur Verhinderung Milliarden an Kosten aufgewendet werden, dann fragt man sich schon, wäre es nicht wesentlich wichtiger und sinnvoller den Einstieg und den Konsum der Droge Nikotin möglichst konsequent zu reduzieren und den Einstieg möglichst schwer zu machen. Ja, man darf sogar für dieses sogenannte Genussmittel Werbung machen und diesen Genuss in menschen-und gesundheitsverachtender Weise in die Köpfe junger Menschen suggerieren. Wenn ca. 25-30 Prozent der Gesellschaft nikotinabhängig ist, dann wurden wohl in der Vergangenheit sehr große Fehler gemacht, die eine Reduzierung sehr schwer machen. Ist doch in der ganzen Welt erkennbar, dass diese negative Entwicklung, einer Umkehr bedarf und Maßnahmen getroffen werden müssen. Nur, schaue ich auf die Verantwortlichkeit unserer Regierungen, stelle ich fest, dass diese in korruptester Weise im Würgegriff dieser geldgierigen Industrie sind und nur die minimalen Veränderungen zu lassen, die die Drogenindustrie gerade noch zulässt. Die Problematik des Cannabiskonsums, der vermutlich weit weniger Todesopfer fordern würde wie Nikotinabhängigkeit, ist vermutlich im problemlosen Anbau und der Verhinderung der möglichen Gewinnabschöpfung für den Staat zu finden. Forderung: Starke Erhöhung der Tabakerzeugnisse und Steuern. Bußgeld für Rauchen in der Öffentlichkeit der unter 18 jährigen. Sofortiges Drogenwerbeverbot in jeder Form für die Droge Nikotin. Staatliche Aufklärungskampagne auf Großwerbeplakaten zur Droge Nikotin und deren negativen Einflüssen auf die Gesellschaft und den Konsumenten. 

Anton Morböck Weilheim

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