Weltmeister zu Bayern: Pavard soll bereits während der WM unterschrieben haben

Weltmeister zu Bayern: Pavard soll bereits während der WM unterschrieben haben

Das kann doch wohl nicht wahr sein

Puigdemont bald auf freiem Fuß; Titelseite, Marcus Mäckler: Ganz schön clever; Kommentar 6. April, Puigdemont ausliefern oder nicht?; Leserforum 29./30. März

Zur Auslieferung von Puigdemont: Das kann doch wohl nicht wahr sein. Die Finnen waren schlauer und haben sich neutral verhalten. Doch bei den Deutschen tagt er sofort in die Falle. Frau Justiz-Minister ziehen Sie sofort die Zügel straff. Was glauben Sie, wie sich die Katalanen für die Auslieferung an Spanien bei uns bedanken werden. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, dann werden Sie schnell feststellen, dass ganz große Probleme auf Sie zukommen. Sie haben geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuhalten. Dann tun Sie jetzt etwas! 

Günther Würzner Murnau

Der Leserbrief aus Barcelona zum Katalonien-Konflikt bzw. zu der Frage, ob der ehemalige Regionalpräsident Puigdemont von Deutschland an Spanien ausgeliefert werden soll oder nicht, kann so nicht unwidersprochen bleiben. Da ist unhistorisch von einem einst konföderierten Staat, zwischen Kastilien und Katalonien’ die Rede, der durch den kastilischen Zentralismus seiner Rechte beraubt worden wäre. Dies ist nicht die ganze Wahrheit, denn was hier dauernd irreführend als Katalonien bezeichnet wird, ist eigentlich die Grafschaft Barcelona. Diese war ein Teil der Krone Argon und tatsächlich hat Kastilien die Rechte aller Länder der Krone Aragon - und nicht nur der Grafschaft Barcelona - nach dem Spanischen Erbfolgekrieg 1714 massiv beschnitten. Die Katalanen sollten sich also nicht als alleinige Opfer des kastilischen Zentralismus gerieren, wie auch von einem historischen Staatsgebilde mit Namen Katalonien nichts bekannt ist und schon gar nichts von einer ,Republik Katalonien. Und hier sind wir bei einem weiteren Punkt. Während beim zu Vergleichszwecken vielfach bemühten Schottland-Referendum von 2014 die Rechte der britischen Königin als Königin von Schottland nie ernsthaft in Zweifel gezogen worden sind (und es auch keine verfassungsmäßig kodifizierte Einheit des Vereinigten Königreiches gibt), ist die Verwendung des Begriffs einer ,Republik Katalonien’ eine Kampfansage an den spanischen König, der in der großen Titulatur nach wie vor u. a. die Titel eines ,Königs von Aragon’ und eines ,Grafen von Barcelona’ führt. So darf man sich nicht wundern, daß sich König Philipp VI. von Spanien hinter seine Regierung stellt, welche die verfassungsmäßig gebotene Einheit des Landes und damit auch seine Rechte verteidigt. Diese Verfassung von 1978 wird wahrheitswidrig nicht als Grundlage der spanischen Demokratie bezeichnet, sondern als ,unter militärischen Drohungen gebilligte Verfassung’, die jedoch offensichtlich gut genug war, um den hohen Anforderungen für einen Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft (EG), heute Europäische Union (EU), zu genügen. Man muß schon in einer katalanischen Blase leben, um die merkwürdigen Auffassungen des Leserbriefschreibers aus Barcelona zu teilen. Was nun abschließend Herrn Puigdemont anbelangt, so genügt unter dem Stichwort Hochverrat der Blick in einen beliebigen Lexikon-Artikel: Hochverrat ist der gegen den Bestand des Staates gerichtete, gewaltsame Angriff auf die Staatsverfassung, das Staatsgebiet oder das Staatsoberhaupt, ... der auf den Umsturz der inneren staatlichen Ordnung zielt“. Nachdem die durch Volksabstimmung gebilligte spanische Verfassung die Einheit des Staatsterritoriums postuliert und das Gewaltmonopol des spanischen Staates, der das ungesetzliche Unabhängigkeitsreferendum unterbinden wollte, von gewaltbereiten Katalanen mißachtet worden ist, liegt ein von Herrn Puigdemont geförderter gewaltsamer Angriff gegen die Verfassungsmäßige Ordnung vor, weshalb er als Hochverräter an Spanien ausgeliefert gehört!

 Markus Frauenreuther München

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verroht die Sprache?
Schmidt rechnet mit Seehofer ab; Titelseite, Marcus Mäckler: Grenzverschiebung; Kommentar 12. Juli
Verroht die Sprache?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.