Leserbrief

Glaubhaftigkeit der Parteien

Christian Deutschländer: CSU-Parteitag soll über Urwahl debattieren;Titelseite 17. Oktober

Die Junge Union legt den Finger in die größte Wunde allgemein in unserer Parteienlandschaft und speziell innerhalb der CDU/CSU. Sie verweist dabei auf die verheerenden Umfragewerte und sagt damit nichts anderes, als dass zuwenig auf das Wahlvolk gehört wird bzw. am Wahlvolk vorbeiregiert wird.

Kardinalbeispiel ist die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), die die schlechtesten Umfragewerte in der Geschichte aller Parteivorsitzenden der CDU erreicht hat. Gerade in der heutigen Zeit, mit den wohl größten Herausforderungen seit der Nachkriegszeit in Deutschland scheint es so, als dass sich die Wähler wieder Parteivorsitzende wünschen, die die Herausforderungen unserer Zeit nicht nur anpacken, sondern auch als Person glaubhaft darstellen können. Die einzige Partei, die diese Anforderung glaubhaft vertreten kann, ist im Moment die CSU mit Markus Söder.

Die SPD glaubt an ihr Schaulaufen ihrer Doppelspitzen, wobei bei den Kandidaten noch nicht einmal Olaf Scholz die Anforderungen für eine Parteiführungskraft glaubhaft darstellen kann. Deshalb ist der CSU Parteitag von so unendlich wichtiger Bedeutung. Kommt es zu einer Kampfabstimmung über eine Urwahl des Kanzlerkandidaten, wie von der JU gefordert, so haben die Schwesterparteien in Zukunft wieder die Chance zu alter Stärke. Friedrich März, der von unserer Superstrategin, Frau Bundeskanzlerin Merkel, in der Vergangenheit kraft ihres Amtes ins Abseits manövriert worden ist, könnte dann der neue Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden und damit alle Anforderungen an eine Führungspersönlichkeit erfüllen, die auch vom allgemeinen Wahlvolk als solche wahrgenommen werden würde.

Rainer Lau

Steingaden

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polarisierende Politiker
Polarisierende Politiker

Kommentare