2 Leserbriefe

Zornesröte

Mike Schier: Viel Geldfürs Deutsche Museum;Titelseite 16./17. November

Liebe Leute, bei dieser Schlagzeile auf der ersten Seite muss einem ja wirklich die Zornesröte ins Gesicht steigen. Wie kann es sein, dass man in diesen Zeiten, in denen man über steigende Altersarmut, steigende Energiekosten, fehlende bezahlbare Wohnungen in München und viele andere dringende Probleme berichtet, sich traut, über 745 Millionen Euro Steuergelder für Sanierungskosten in ein Museum zu stecken? Man kann jetzt sogar noch darüber diskutieren, ob die Bürger das auch so wollen? Ist diese Verschwendung denn wirklich nötig? Wie viele Menschen in München hätte man mit diesen Millionen ein paar Jahre von der Tafel weggekriegt? Es ist traurig und beschämend zuzusehen, wie Familien und Rentner ums Überleben kämpfen, während man in solche sinnlosen Projekte investiert. Armes Bayern.

Kristina Roedel

Kreuth

Das für dieses außergewöhnliche Museum zur Sanierung eine ungeheure Summe notwendig ist, wäre für mich verständlich. Nur wenn man nach Jahren feststellt, das die Bausubstanz marode ist, das der Denkmalschutz Schwierigkeiten bereitet und ein komplett neues Belüftungssystem notwendig ist (was für eine Überraschung nach vielen Jahre), frage ich mich was die verantwortlichen Planer vor Beginn der Sanierung überhaupt geplant haben. Normalerweise analysiert man bei einem so umfangreichen Projekt den Zustand umfassend und daraus ergibt sich eine Kostenschätzung (bei einer ordnungsgemäßen Planung gibt ist dann auf keinen Fall eine Kostenerhöhung von ca. 70% - Preissteigerungsraten ausgenommen). Aber hier in diesem Falle kommt mir der Verdacht auf an der Kompetenz der verantwortlichen Planer stark zu zweifeln. Aber es ist so, wie bei vielen Projekten in BRD man plant mit den geringsten Kosten und wenn mit dem Projekt begonnen worden ist und Kosten aus dem Ruder laufen gibt es immer wieder eine Lösung. Es sind ja nur Steuergelder die verbraten werden. Was würde in der freien Wirtschaft bei derartigen Planungsfehlern bei Projekten passieren - Entlassung der verantwortlichen Planer und Schadensersatz. Es wäre endlich an der Zeit das bei derartigen Planungsmissständen die verantwortlichen Personen auch zur Verantwortung gezogen werden. Leider gibt es viele Beispiele innerhalb der BRD wo Steuergelder jährlich durch fehlerhafte Planung (Kompetenzfrage bei den verantowrtlichen Personen) in den Sand gesetzt werden. Sehr wahrscheinlich ein hoher zweistelliger Milliardenbetrag.

Peter Hofmann

Saulgrub

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