Rückwärtsgewandte Politik

Diesel-Fahrverbot rückt näher; Titelseite, Die Luft wird immer dünner; Politik 29./30. Juli

Man muss sich schon fragen, wo der Grenzwert von 40 µg/m³ herkommt und mit was er begründet wird. Denn nach der aktuellen technischen Regeln für Gefahrstoffe „Arbeitsplatzgrenzwerte“ TRGS 900 vom 07.06.2017, welche vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gegeben wird. Ist am Arbeitsplatz eine maximale Konzentration von 950 µg/m³ erlaubt, und zwar acht Stunden Täglich an 5 Tagen pro Woche. Dieser Richtwert dient zum Schutz der Gesundheit von Beschäftigten vor der Gefährdung durch Einatmen von Stoffen, so lautet die Erklärung in der TRGS 900. Wie kann es also sein, daß im Freien nur 40 µg/m³ und am Arbeitsplatz 950 µg/m³ erlaubt sind? Ich glaube das hier einige nur Panik machen wollen. Sehr lesenswert ist auch ein Artikel darüber bei Focus Online vom 20.07.2017, welcher die Thematik nochmal beschreibt. 

Tobias Krüger Erding

Jetzt ist der Kairos da - der günstige Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachhaltig sein kann! In diesem Moment sollten gesellschaftlich relevante Weichen gestellt werden, die auf der Basis vernetzten Denkens aufbauen. Wer als aufgeweckte Person das letzte viertel Jahrhundert mit Blick auf Klimaveränderungen Revue passieren lässt, der erkennt die Brisanz des momentanen Augenblicks. Der anstehende große Auftrag kann jetzt optimal erfüllt werden, da der sensible Moment für Veränderungen aktuell vorhanden ist. Der Verlogenheit der Automobilindustrie, unterstützt durch rückwärtsgewandte Politik, muss mit Neuem begegnet werden. Wer das Gesamte im Blick hat -die Liebe zum Nächsten und auch die neu gewonnenen Freunde aus fernen Urlaubszielen- den lässt die Klimaerhitzung nicht kalt. Wer sich mit den vielfältigen Auswirkungen eines sich wandelnden Klimas eingehend beschäftigt, merkt, dass uns in diesen Zeiten nur ein Preis auf Kohlendioxidemissionen, möglichst samt sozialverträglicher Klimadividende, aus der Misere hilft. Er erkennt neben den sozialen auch die dramatischen wirtschaftlichen Auswirkungen eines verpassten Kairos. Alles Abwarten käme uns Menschen auf der Erde unsäglich teuer. Wer bisher dachte, dass eine kleine Korrektur ausreicht, erkennt jetzt das eine Umkehr unumgänglich ist. 

Annette Schulze Weilheim

Im Zusammenhang mit der Diskussion über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge wegen eines zu hohen NOx-Ausstoßes wird immer nur auf deutsche Autohersteller verwiesen, bzw. werden diese angeprangert. Was ist eigentlich mit ausländischen Herstellern? In verschiedenen Tests von ADAC, Automobilmagazinen und auch der Deutschen Umwelthilfe ist zu sehen, dass ausländische Fahrzeuge überwiegend noch schlechtere NOx-Werte aufweisen als vergleichbare deutsche Modelle, auch wenn diese bisher jegliche Manipulationen abstreiten. Dabei stellte sich heraus das Fahrzeuge beispielsweise von Renault einen bis zu doppelt so hohen NOx-Wert haben als ein nachgewiesen manipulierter Volkswagen. Wird unsere Politik auch von den ausländischen Konzernen auf eine kostenfreie Umrüstung bestehen oder soll eigentlich nur die deutsche Wirtschaft an den Pranger gestellt werden? 

Jörg Sczesny Maisach 

Ich bekomme Probleme, wenn ich Kommentare, meist auf Basis von Halbwissen, bei Politikern eher Unwissen, lese, höre oder im TV sehe. Eine sachliche Diskussion ist offenbar kaum möglich. Da wird der Pkw-Diesel - aber nur der deutsche - als großer Übeltäter verteufelt. Sehen wir uns einmal die Euro-Norm für NOX- Grenzwerte bei Otto-Motoren und Diesel im Vergleich an: Otto: Euro 5 und 6 unverändert 60 mg/km, Diesel: Euro 5 - 180 mg/km, Euro 6- 80 mg/km. Seit Einführung der Euro 6 Norm ab 1. September 2015 darf der Benziner immerhin noch 75% der NOX-Menge des Diesel-Limits in die Umwelt pusten. Noch kurioser sind die Grenzwerte für Diesel- Lkw und Busse ab 3,5 Tonnen: Seit 2000 liegen sie unverändert bei 400 mg/km. Also 5x höher als für Pkw-Diesel und 6,6 x höher als bei Pkw-Benzinern. Wenn man unterstellt, dass Ottomotoren ca. 20-25% mehr Sprit benötigen als Dieselmotoren, dann gleicht sich die Schadstoffbilanz Benzin / Diesel schlicht aus. Was soll also dieses hysterische Dieselgedöns der Medien? Ich denke, das ist das Sommerloch! Fazit: Alle Autos von den Stadt-Straßen fernhalten, und wenn nur die Euro 6 - Fahrzeuge noch fahren dürften, dann sind alle Autobesitzer, die Ihr Fahrzeug vor dem 1. September 2015 gekauft haben eben die Looser. Liebe Politiker, ist Ihnen der Begriff Bestandsschutz noch geläufig? Ach ja, die gute Nachricht: Alle Autos aus Frankreich, Spanien, Tschechien, Japan, Korea usw., etwa 30 % auf unseren Straßen, fahren allesamt ohne Schadstoffausstoß. 

Peter Bartusch Puchheim

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